Umbau bei Coppenrath: Wolfgang Foerster wechselt in Beirat, Lambert Scheer übernimmt / Neu im Führungskreis: Johanna Hölker

Wolfgang Foerster
Dr. Lambert Scheer

Ein vorsichtiger Generationenwechsel bahnt sich in Münster an: Wolfgang Foerster wechselt nach über dreißig Jahren beim Coppenrath Verlag an der Seite seines Jugendfreundes Wolfgang Hölker in einen neugegründeten Beirat, dessen Vorsitz er übernehmen wird. Ab 1. April wird Dr. Lambert Scheer sein Nachfolger in der Geschäftsführung.

Scheer gehört bereits seit 2012 der Geschäftsleitung des Verlags an, mit Verantwortlichkeiten für die Bereiche Buch, Non-Book, internationaler Vertrieb und Lizenzen und wird künftig der Geschäftsleitung, bestehend aus Hubert Bergmoser (Foto, r., Leiter Vertrieb und Marketing) und Wolfgang Kuhls (kaufmännischer Leiter), vorstehen. Der Führungskreis wird um Johanna Hölker (Foto l.) erweitert, die nach abgeschlossenem Studium bereits seit einem Jahr im Verlag tätig ist.

Hubert Bergmoser
Johanna Hölker

Damit „haben wir wichtige Weichen für die Zukunft des Verlages gestellt“, sagt Unternehmensgründer Wolfgang Hölker [mehr…]. „Durch den Generationswechsel zieht frischer Wind ein und der Spirit des Unternehmens bleibt trotzdem erhalten.“

In einem Brief an die MitarbeiterInnen des Hauses hatte Hölker Anfang März diese Neuausrichtung schon angekündigt und darin schon gesagt, dass er sich mit seinem Freund und Weggefährten Wolfgang Foerster gemeinsam Gedanken über die Zukunft des Verlages gemacht habe, dessen Entwicklung Foerster entscheidend mitgeprägt habe. Was sichtlich keine Floskel ist:

Die beiden kennen sich seit 1950 aus der Kindergartenzeit, auch wenn Foerster erst einige Jahre nach der Verlagsgründung (und nach seinem Politologie-Studium) nach Münster zurück und in den Verlag kam. Zusammen haben sie ein in Deutschland einmaliges Unternehmen geformt, das mit Charakteren wie Prinzessin Lillifee, Felix der Hase und Capt’n Sharky zu den führenden Kinderbuchverlagen in Deutschland. gehört. Und er war einer der ersten Verlage, der neben dem Buchprogramm ein eigenständiges Non-Book-Sortiment entwickelte. Mit der Edition „Die Spiegelburg“ verfolgt der Verlag konsequent die Philosophie, spielerisch eine Verbindung zum Buchprogramm herzustellen.

Wohl auch deswegen hat man sich lange mit dem Generationenwechsel schwer getan: Foerster gilt als einer der besten Kenner des Merchandising-und des Nonbook-Marktes und auch dessen Tücken. Auf seinen Rat will man deshalb nicht verzichten – und Foerster hat, das sagt er jetzt auf Befragen, offenbar auch noch Lust dazu, mit mehr Freiheit weiter (wenn auch im Hintergrund) aktiv den Markt mitzugestalten.

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