HMH meldet Insolvenz an

Die HMH Hamburger Medien Haus Vertriebs GmbH hat heute beim Amtsgericht Hamburg Insolvenz angemeldet. Nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2007 und einer vielversprechenden Geschäftsentwicklung in den ersten drei Quartalen 2008 blieb das Jahresendgeschäft 2008 hinter
den Erwartungen zurück.

Folgende Faktoren sind laut einer eben veröffentlichten Presseerklärung für diese Entwicklung verantwortlich: „Als ‚kleiner’ Publisher sah sich HMH mit steigendem Margendruck durch Großabnehmer im Einzelhandel konfrontiert. Die besonders im 3. Quartal 2009 gestiegene Konsumzurückhaltung in Verbindung mit der allgemeinen Wirtschaftskrise und wachsenden Kosten für den Flächenvertrieb belasteten die Ertragsfähigkeit bei steigendem Finanzierungsbedarf“, heißt es da.

Hohe Entwicklungskosten für Softwaretitel bei gleichzeitig immer kürzer werdenden Vermarktungszyklen der Spiele und preisaggressive Verkaufsaktionen finanzstarker Medienkonzerne verschärften zudem die Situation. Bei einzelnen Produkten waren Remissionen des Handels von bis zu 70 Prozent zu verzeichnen.

„Als schließlich aussichtsreiche Lizenzverhandlungen zur Vermarktung der HMH-Titel im europäischen Ausland und USA konjunkturbedingt ohne greifbare Ergebnisse blieben, konnte die Insolvenz nicht mehr abgewendet werden.

Ein Insolvenzverwalter wird seine Tätigkeit zeitnah aufnehmen. Dieser wird sowohl prüfen, ob zur Rettung des Unternehmens ein zu erarbeitender Insolvenzplan realisierbar ist, als auch, welche Marktteilnehmer an einzelnen Produkten oder Vertriebsdienstleistungen von HMH Interesse haben könnten. Betroffen von der Insolvenz sind 25 Mitarbeiter am Standort Hamburg.

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