Weltbild will weitere 50 Stellen streichen – „so sozialverträglich wie möglich“

Im „Zuge der digitalen Transformation“ richtet sich Weltbild stärker auf die Digitalisierung seiner Vertriebswege aus -und will dafür weitere 50 Stellen streichen.- „so sozialverträglich wie möglich“. Dazu ist die vor Monaten eingesetzte Einigungsstelle gescheitert:.

„Es ist schade, dass der Betriebsrat eine Verweigerungshaltung eingenommen hat und nicht bereit war, einen tragbaren Weg zu unterstützen“, bedauert die Weltbild Geschäftsführung. Sie informierte am heutigen Mittwochvormittag die Mitarbeiter am Standort Augsburg, dass der seit November 2014 diskutierte Stellenabbau bei Weltbild nun zeitnah erfolgen soll.

Die Geschäftsführer Patrick Hofmann und Sikko Böhm: „bedauern dies, denn dieser Schritt ist schmerzhaft für die Betroffenen, aber unausweichlich. Damit sichern wir die Zukunft von Weltbild und die Arbeitsplätze. Wir wollen so wenige Stellen wie möglich abbauen. Die Neuausrichtung von Weltbild ist auf einem guten Weg, viele Meilensteine im Rahmen der Restrukturierung wurden bereits erreicht.“

Die „unvermeidbaren Kündigungen“ sollen nach den Kriterien der Sozialauswahl und so sozialverträglich wie möglich erfolgen. Die insgesamt rund 50 Vollzeitstellen werden in Augsburg über alle Bereiche abgebaut. Die Weltbild Gruppe beschäftigt nach dieser Maßnahme 1.300 Mitarbeiter, davon rund 400 am Standort Augsburg.

Weltbild soll aber „kundennah, digital und innovativ werden“ kündigen die Geschäftsführer an. „Wir investieren hohe Beträge in die IT und die Filialen, um die Vernetzung von stationärem Handel, Online, Direktmarketing und Social Media zu einer Anstoßkette weiter voranzutreiben. In diesen Tagen geht ein neues, cross-channel-fähiges Kassensystem in Betrieb. Das ist ein wichtiger Meilenstein“, so Sikko Böhm.

Auch in Marketing wird viel investiert. Aktuell wirbt das Unternehmen zu guten Sendezeiten mit einer TV-Kampagne in reichweitenstarken Sendern, um zu Weihnachten seine Kompetenz als Geschenke-Anbieter zu unterstreichen. Die Kataloge erscheinen in überarbeiteter Gestaltung monatlich und erreichen insgesamt 20 Millionen Adressaten. Ein wichtiger Baustein in der Neuausrichtung ist die Neujustierung von Sortimenten. Diese werden an den Kundenwünschen ausgerichtet: Buch und Medien bleiben Kernsortiment, ergänzt um passende Non-Media-Angebote.

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