118.830 Verkaufsstellen für Zeitungen und Zeitschriften in Deutschland

Es gibt neue Daten über den deutschen Pressemarkt, in den erstmals auch die Discounter einbezogen wurden. Demnach gibt es 118.830 Verkaufsstellen für Zeitungen und Zeitschriften in Deutschland , das zeigt die neue Einzelhandelsstrukturanalyse (EHASTRA).

Diese Studie wird seit 1970 durchgeführt; seit dem Jahre 1999 jährlich unter Herausgeberschaft des Bundesverbandes Presse-Grosso. Die EHASTRA stellt nach der Volkszählung die zweitgrößte statistische Vollerhebung einer Grundgesamtheit in Deutschland dar. An der Gesamterhebung EHASTRA 2005 zur Stichwoche KW 39/2005 haben sich alle Presse-Grossisten beteiligt, die den Einzelhandel flächendeckend mit Presseerzeugnissen versorgen.

Die EHASTRA dient dem Presse-Großhandel, Verlagen und Nationalvertrieben als Entscheidungsbasis für eine qualifizierte Sortimentsanalyse zur Einschaltung von Angebotsstellen, für mikrogeographische Auswertungen oder auch für eine Aktionssteuerung am Point of Sale.

Wichtige Erkenntnisse und Trends über den deutschen Vertriebsmarkt im Überblick: Die Anzahl presseführender Verkaufsstellen ist nach fünf rückläufigen Jahren erstmalig wieder angestiegen: Wurden 2003 noch 115.945 EH und im Jahr 2004 insgesamt 115.825 EH registriert, beläuft sich die in der Stichwoche 39/2005 gezählte Anzahl auf 118.830 Verkaufsstellen. Dies ist im Wesentlichen auf die Erschließung von Discounter-Filialen für den Verkauf von Presse zurückzuführen.

Die Anzahl der „Vollkunden“ (Zeitungen und Zeitschriften) hat sich um 664 Händler auf 94.919 (80% aller Verkaufsstellen) gegenüber dem Vorjahr (-0,7 %) nur leicht zurück entwickelt.

Auch im Bereich der Facheinzelhändler konnte der bundesweite prozentuale Anteil bei 2,4% (Vorjahr: 2,5%) nahezu stabil gehalten werden. Die Anzahl reiner Zeitungskunden hat im Vorjahresvergleich um 3.709 auf 22.617 (19% aller Verkaufsstellen) stark zugenommen. Dies ist insbesondere auf den laufenden Test mit der BILD-Zeitung in Lidl-Filialen zurückzuführen.

Auch die Bäckereien verzeichnen wie bereits in den Vorjahren einen deutlichen Anstieg. Die Präsentationskapazitäten liegen durch den Anstieg der reinen Zeitungsverkaufsstellen mit durchschnittlich 16,6 Bordmetern je Einzelhändler leicht unter Vorjahresniveau (16,8). Insgesamt ist die Bordmeterkapazität jedoch um 1,3% angestiegen, nicht zuletzt durch die Aktivitäten in Zusammenhang mit der „Regaloffensive“ des Bundesverbandes Presse-Grosso im Jahr 2005.

Die Sortimentsbreite bei den Zeitschriften ist von 213 auf 216 Titel pro Einzelhändler gewachsen. Dies hat dazu geführt, dass die Maßgröße der Präsentation je Objekt, der Schuppungsgrad, von 7,9 cm auf nun 7,7 cm zurückgegangen ist.

Es gibt aber auch „Verlierer“: Als Presseangebotsstellen stehen gegenüber 2004 nicht mehr zur Verfügung: 533 Lebensmittelgeschäfte mit einer Verkaufsstellengröße kleiner als 200 qm, 260 Fachgeschäfte, 207 nicht betretbare Kioske, 172 Tankstellen unter 50 qm und 168 Supermärkte mit einer Verkaufsfläche von 200-400 qm.

Der Rückgang trifft damit die selben Geschäftsarten wie bereits in den Vorjahren. Diese sind weiterhin zunehmendem Wettbewerbsdruck sowie steigenden Belastungen auf der Kostenseite ausgesetzt. „Gewinner-Geschäftsarten“: Den mit Abstand stärksten Zuwachs erzielt die Geschäftsart „Discounter“, die sich um 2.791 Verkaufsstellen auf 4.106 Standorte mit Presseverkauf mehr als verdreifacht.

Die kürzlich erschlossenen Penny-Filialen (über 2.000 Outlets) sind in diesem Wert der Woche 39 noch nicht enthalten. An zweiter Stelle stehen in diesem Jahr die Bäckereien mit einem Wachstum um 1.158 (4.8%) auf 25.415 Presse- Standorte. Die Metzgereien steigen erneut um 345 (32,4%) auf 1.409 Outlets, die Verbrauchermärkte (1.500 bis 5.000 qm) um 99 (5,4%) auf 1.949. Tankstellen über 75 qm konnten um 1,5% (75 Outlets) auf 5.191 Verkaufsstellen zulegen.

Weitere Ergebnisse im Überblick:

• Inzwischen erzielen 53% der EH (2004: 51,1%) einen Wochenumsatz von unter € 250,-. Gleichzeitig sinkt der Anteil von EH mit einem Wochenumsatz von mehr als € 1.000 von 13,2% auf 12,7%.

• Der Trend zu langen Öffnung am am Samstag setzt sich fort. 34% der Verkaufsstellen waren samstags auch nach 16 Uhr noch geöffnet. In 2004 waren es noch 31%, in 2003 nur 29%.

Kontakt:
Presse-Grosso Marketing GmbH (Vermarktung)
Frau Beate Zachris
Händelstraße 25 – 29
50674 Köln
Tel.: 0221 / 924120
Fax: 0221 / 9241278
pgm@bvpg.de oder b.zachris@bvpg.de

Kommentare (0)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.