Focus: Weimer geht, Baur bleibt

Der seit Monaten schwelende Richtungsstreit bei FOCUS ist entschieden: Dr. Wolfram Weimer verlässt die Chefredaktion des Nachrichtenmagazins.

Der BURDA-Pressedienst schreibt dazu: „Er war vor genau einem Jahr in die Chefredaktion eingetreten, um das Magazin zurückzuführen auf einen Kurs von höherer journalistischer Relevanz, besonders in politischen und ökonomischen Zusammenhängen. Dieser Kurs führte zu einer klaren Positionierung im Werbemarkt und zu drei Quartalen mit teilweise deutlich wachsendem Einzelverkauf gegen den Trend der Marktentwicklung.

Uli Baur bleibt alleinverantwortlich Chefredakteur. Dr. Wolfram Weimer wird die Burda News Group und deren Geschäftsführer Burkhard Graßmann auch in Zukunft beraten und dabei in erster Linie die strategische Allianz mit dem „Economist“ ausbauen.

Sowohl der Verleger als auch Vorstand und Geschäftsführer des FOCUS sind Dr. Wolfram Weimer dankbar für die geleistete Arbeit und sein großes Engagement bei der Positionierung des FOCUS. Der von ihm begonnene Weg der inhaltlichen Erneuerung wird mit aller Konsequenz weiter verfolgt, deshalb wurde Dr. Wolfram Weimer von Burkhard Graßmann auch als konzeptioneller Berater der Geschäftsführung verpflichtet. “

Vor ein paar Tagen erst hatte die SZ von dem internen Richtungskampf berichtet: Weimer stand mehr für Kulturthemen, Baur für mehr Nutzenangebote. Fraglich jetzt, was das für Auswirkungen auf die hochkarätige Kulturcrew des Blattes mit Dr. Christine Eichel und Uwe Wittstock hat, die Weimer extra geholt hatte, um dem Blatt mehr Kultur-Kompetenz zu geben.

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