„Alle Projekte sollen pünktlich und in der gewohnten Qualität fortgeführt werden“ Verlagshaus teNeues startet Sanierungsverfahren

Die teNeues Media GmbH & Co. KG will sich über ein Eigenverwaltungs-Verfahren neu aufstellen. Die Geschäftsführung hat beim Amtsgericht Krefeld einen entsprechenden Antrag gestellt, dem das Gericht bereits gefolgt ist, wie das Unternehmen heute mitteilt. Die Sanierung soll bis zum Ende des Jahres abgeschlossen werden. „Bei teNeues geht es während des Sanierungsverfahrens ganz normal weiter“, betonte Uwe Kießling, Geschäftsführer der teNeues Media GmbH & Co. KG, heute am Stammsitz des Unternehmens in Kempen bei Krefeld. „Alle Projekte sollen pünktlich und in der gewohnten Qualität fortgeführt werden.“

teNeues hatte bereits Ende vergangenen Jahres einen Restrukturierungsprozess beschlossen. „Die Gespräche mit den Beteiligten verliefen vielversprechend“, heißt es in einer Pressemitteilung, „und waren weit fortgeschritten, als plötzlich die Corona-Pandemie ausbrach. Dies führte bei teNeues zu einem erheblichen Umsatzeinbruch, da der Handel mit Bildbänden hauptsächlich im stationären Buchhandel stattfindet und deshalb nicht über den Online-Handel kompensiert werden konnte. Angesichts dieser Entwicklung war die Neuaufstellung über ein Eigenverwaltungs-Verfahren die bestmögliche Lösung. Zurzeit prüft die Geschäftsführung gemeinsam mit ihren Beratern, welcher der bestmögliche Weg für die geplante Sanierung ist: eine Investorenlösung oder ein Vergleich mit den Gläubigern über einen Insolvenzplan.“

Die Geschäftsführung habe die rund 35 deutschen Mitarbeiter bereits über den Stand der Dinge und die weiteren Schritte unterrichtet. Die Löhne und Gehälter der Arbeitnehmer seien während des vorläufigen Eigenverwaltung-Verfahrens für drei Monate über die Bundesagentur für Arbeit gesichert.

Für die Dauer des Verfahrens werde die Geschäftsführung von zwei renommierten Restrukturierungsexperten beraten: Peer Jung von der auf insolvenznahe Restrukturierung spezialisierten Kanzlei HENNINGSMEIER sowie Thorsten Holland von der Unternehmensberatung Angermann Consult GmbH. „teNeues ist ein gut eingeführtes Unternehmen mit einem weitverzweigten Vertriebsnetzwerk und einem erstklassigen Produktportfolio“, unterstrich Peer Jung. „Insofern sehe ich gute Chancen, um das Unternehmen langfristig wieder auf eine solide finanzielle Basis zu stellen.“ Begleitet wird das Verfahren durch einen gerichtlich bestellten „Sachwalter“, der als Interessenvertreter der Gläubiger die Sanierung überwacht. Als vorläufiger Sachwalter bestellte das Gericht Dr. Peter Minuth von der Düsseldorfer Kanzlei PIEPENBURG Rechtsanwälte. Die Auslandsgesellschaften der teNeues Media-Gruppe seien nicht von der Insolvenz betroffen.

 

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