Ein persönlicher und direkter Blick auf das Fortgehen, Ankommen oder auch Fremdbleiben WORTMELDUNGEN-Förderpreis  an Juli Mahid Carly, Irina Nekrasov und Jonë Zhitia verliehen

Die drei Nachwuchsautor*innen Juli Mahid Carly, Irina Nekrasov und Jonë Zhitia haben am Frteitag den mit insgesamt 15.000 Euro dotierten WORTMELDUNGEN Ulrike Crespo Förderpreis für kritische Kurztexte erhalten. Die Preisverleihung fand im Rahmen der WORTMELDUNGEN-Lesenacht in der jugend-kultur-kirche sankt peter in Frankfurt am Main statt.

Verleihung des WORTMELDUNGEN-Förderpreises ©Christof Jakob-Photography

Der Förderpreis wurde zu gleichen Teilen für drei Texte verliehen, die sich mit einem oftmals persönlichen und direkten Blick auf das Fortgehen, Ankommen oder auch Fremdbleiben befassen. Die Juror*innen Maryam Aras, Martin Kordić und Jan Valk übergaben die Preise mit kurzen Laudationes auf die Preisträger:innen:

Juli Mahid Carly schreibt in seinem Text Tere Mere Beech Mein, keine Ahnung was das heißt von der Unmöglichkeit einer organischen Perspektive aus der westlichen Diaspora auf sein “Mutterland” Bangladesch und die eigene Existenz im Dazwischen.

In Marijam erzählt Irina Nekrasov ihre Familiengeschichte als Geschichte einer Namensverwandlung. Über drei Sprachen, zwei Länder und tausende Kilometer hinweg transformieren sich Gewissheiten zu Anekdoten und möglicherweise sogar zur Fiktion.

Jonë Zhitia zeigt in ihrem Essay Nadryw | Sprache fühlen auf eindrucksvolle Weise, welche Paradoxien die Suche nach Heimat in der Sprache für eine Person bereithält, die ins Exil hineingeboren wird und zweisprachig aufwächst.

„Schiffe vor Anker, Autos auf Parkplätzen, aber ich bin diejenige, die kein Zuhause hat.“ Wie lassen sich Flucht, Exil und Heimatlosigkeit in Worte fassen? Mit dieser Frage richtete sich die diesjährige Trägerin des WORTMELDUNGEN Ulrike Crespo Literaturpreises 2022, Volha Hapeyeva, an junge Autor*innen, die sich literarisch mit einem aktuellen gesellschaftlichen Thema auseinandersetzen. Zu Beginn der Veranstaltung sprach Volha Hapeyeva mit Lara Sielmann über ihren eigenen Text zur Exilerfahrung und ihre Lektüre der nominierten Texte.

Die Texte der Preisträger*innen und die Jurybegründungen sind zu finden unter https://www.wortmeldungen.org/foerderpreis/preistraegerinnen/. Die Texte aller Autor*innen sind zu finden unter https://www.wortmeldungen.org/foerderpreis/shortlist

 

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert