Drei Fragen an Oliver Voerster zur Fusion der beiden Barsortimente Koch, Neff & Oetinger & Co. GmbH (KNO) und Koehler & Volckmar GmbH (KV)

Die heute früh von uns gemeldete Fusion der beiden Barsortimente Koch, Neff & Oetinger & Co. GmbH (KNO) und Koehler & Volckmar GmbH (KV) zur Koch, Neff & Volckmar GmbH (KNV), hat uns veranlasst, drei Fragen an Oliver Voerster, den Sprecher der Geschäftsleitung, zu richten – nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund, dass auch bei Mitarbeitern und Kunden angesichts drohenden Abbaus von Arbeitsplätzen solche Meldungen nicht zum Jubel einladen.

BuchMarkt: Herr Voerster, warum diese Fusion? Die Branche, wir alle haben doch gut seit weit über fünfzig Jahre mit dieser Tradition gelebt? Galt Ihr Unternehmen nicht immer schon als Einheit?
Voerster: Tradition und Kontinuität heißt nicht, dass man sich Veränderungen verschließt. In Zeiten voranschreitender Konzentration im Buchhandel, allgemeiner Umsatzrückgänge und der Prognosen einer Schrumpfung des Buchmarktes aufgrund der demographischen Entwicklung müssen sich Unternehmen anpassen und sich noch intensiver darum bemühen, optimale Strukturen und effiziente Prozesse zu erreichen. Ein Teil dieser Veränderungen und Verbesserungen wird durch die Fusion unserer beiden Barsortimente ermöglicht und unterstützt.

Es heißt, dass im Zuge der Fusion mehr als 100 Arbeitsplätze verloren gehen. Wie wollen Sie da die in Ihrer Meldung angesprochene Qualität sichern?
Es ist richtig, dass wir im Zuge von verschiedenen Umstrukturierungen Unternehmensfunktionen am Standort in Stuttgart zusammenfassen werden. In den nächsten zwei Jahren werden wir einige Arbeitsplätze am Standort Köln abbauen, allerdings weit weniger, als von Ihnen vermutet wird. Am Standort Stuttgart werden wir dafür neue Arbeitsplätze schaffen, die wir selbstverständlich bevorzugt unseren Kölner Mitarbeitern anbieten. Die Gefahr einer Qualitätsreduzierung sehen wir nicht, da Bereiche wie Logistik, Bücherwagendienst und Kundenbetreuung weitgehend unverändert in Köln bleiben.

Aus dem Briefbogen ist seit 1.1.2004 zu erkennen, dass zwei Geschäftsführer ausgeschieden sind. Ist damit auch ein Familienstamm aus dem Unternehmen ausgeschieden?
Das hat mit der Fusion und sonstigen Veränderungen nichts zu tun. Die Herren Werner Thurmann und Johannes Vogel sind in den wohlverdienten Ruhestand gegangen und nach wie vor den Unternehmen als Gesellschafter verbunden.

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