Wie war Ihr Jahr, Dörte Hansen?

Dörte Hansen

Seit dem 6. Dezember (Nikolaustag) fragen wir wieder bis zum 6.1.2016 (Heilige Drei Könige) in der Buchbranche herum: „Wie war Ihr Jahr?“. Unseren „anderen“ Fragebogen beantwortet heute die Autorin Dörte Hansen, deren Roman Altes Land auf Anhieb Lieblingsbuch auch des Buchhandels wurde.

1.

Welcher Tag war Ihr schönster in diesem Jahr?
Ein Tag im August an einem Strand in Donegal. Meine Familie bei mir und das Handy weit weg.

2.

Worüber haben Sie sich 2015 am meisten geärgert?
Zweimal im Krankenhaus gelegen. Erst darüber geärgert, dann etwas daraus gelernt.

3.

Was war 2015 Ihr schönster Erfolg?
Der märchenhafte Höhenflug meines Buches.

4.

Und Ihr traurigster Misserfolg war…?
Ich habe lange überlegt. Wenn es einen gab, dann kann er nicht sehr traurig gewesen sein.
 

5.

Ihr liebster Verlag?
Der Knaus Verlag, der den Mut hatte, das halbfertige Manuskript einer völlig unbekannten Autorin einzukaufen und als Spitzentitel zu platzieren. Ein Bestseller ist keine einsame Autorenleistung. It takes a team!

6.

Von welchem Thema wollen Sie (warum) im neuen Jahr nichts mehr lesen?
Von Menschen, die gegen Flüchtlinge und Asylbewerber hetzen.

7.

Und über welches Thema wollen Sie mehr lesen?
Von Flüchtlingen, die in Europa eine neue Heimat finden.

8.

Welchen Fehler aus diesem Jahr möchten Sie im neuen Jahr vermeiden?
Ich möchte beim Schreiben nicht mehr eine Ewigkeit an jedem Wort und jeder Silbe herumschrauben.

9.

Und welchen Fehler werden Sie trotzdem wiederholen?
Schraubschraubschraub.

10.

Welches Buch hat Ihnen besonders viel Freude gemacht?
Zum achten oder neunten Mal „Buddenbrooks“ und zum ersten Mal „Unschuld“ von Jonathan Franzen. 
 

11.

Welches wird Ihr wichtigstes Buch im neuen Jahr?
Egozentrisch aber leider wahr: Mein zweiter Roman.

12.

Von wem würden Sie auch gern mal die Antworten auf diesen Fragebogen lesen?
Von Jürgen Huß, Buchhändler in Wyk auf Föhr.

13.

Und welche Frage, die wir nicht gestellt haben, hätten Sie gern beantwortet?
Was hätten Sie gemacht, wenn „Altes Land“ gefloppt wäre?

14.

Hier können Sie die auch beantworten:
Geheult, die Nase geputzt, mein Aufnahmegerät aus dem Schrank geholt und wieder an Radioreportagen herumgeschraubt. Und dann, heimlich, das zweite Buch geschrieben.

Gestern antwortete Stefan Kruecken [mehr…]; morgen antwortet Markus Langer

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