Der andere Fragebogen Wie war Ihr Jahr, Sybil Gräfin Schönfeldt?

Seit dem 6. Dezember 2020 (Nikolaustag) fragen wir wieder in der Buchbranche herum: „Wie war Ihr Jahr?“. Heute beantwortet Sybil Gräfin Schönfeldt unseren „anderen“ Fragebogen: 

Sybil Gräfin Schönfeldt: „Besondere Freude hat mir ein Buch gemacht, das »Meme« heißt, eine Biografie über eine meiner österreichischen Tanten, die im letzten Jahr gestorben ist. Geschrieben haben es ihre Kinder und Enkel. Es zeigt mir, wie wichtig es ist, rechtzeitig zu fragen, ehe es zu spät ist“ (c)  Horst Galuschka

Welcher Tag war Ihr schönster im letzten Jahr?

Heute! Wenn man so alt wird wie ich, ist jeder Tag ein Geschenk.

Worüber haben Sie sich 2020 am meisten geärgert?

Über die vergenderte Sprache.

Was war 2020 Ihr schönster Erfolg?

Mein »Kochbuch für die liebste Freundin«.

Und Ihr traurigster Misserfolg war…?

Dass ich nicht mehr so leichtfüßig bin wie einst und manchmal stolpere.

Ihre schönste Buchhandlung/Ihr liebster Verlag im letzten Jahr?

Ich arbeite mit so vielen zusammen, dass ich mehr schönste und liebste kenne, als dass hier Platz wäre, sie zu nennen.

Von welchem Thema wollen Sie im neuen Jahr nichts mehr lesen?

Von Corona.

Und über welches Thema wollen Sie mehr lesen?

Warum die Künstlersozialversicherung keinen SOS-Plan für freie Autoren gemacht hat.

Welches Buch hat Ihnen im letzten Jahr besonders viel Freude gemacht?

Der Roman »Das Meer der Libellen« von Yvonne Adhiambo Owuor. Aber besondere Freude hat mir ein Privatdruck in meiner Familie gemacht: »Meme« ist eine Biografie über eine meiner österreichischen Tanten, die im letzten Jahr gestorben ist. Geschrieben haben es ihre Kinder und Enkel. Es zeigt mir, wie wichtig es ist, rechtzeitig zu fragen, ehe es zu spät ist.

Welches wird Ihr wichtigstes Buch im neuen Jahr?

Ich spreche nie über das, woran ich im Augenblick arbeite.

Welche Frage, die wir nicht gestellt haben, hätten Sie gern beantwortet?

Wann werden Sie mit dem Lesen und Schreiben aufhören?

Hier können Sie diese Frage auch beantworten:

Nie!

Gestern antwortete Carsten Pfeiffer, morgen fragen wir Britta Egetemeier.

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