AN: Dr. Harald Heker, scheidender Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins

Sind Sie amtsmüde geworden, dass Sie nach so langen Jahren überraschend den Börsenverein verlassen?

Heker: Nein. Keine Spur von Amtsmüdigkeit. Im Gegenteil: Seitdem ich 1990 als Justitiar zum

Dr. Harald Heker

Börsenverein gekommen bin, gab es ausschließlich spannende Themen, die ich – hoffentlich immer – im Sinne des Verbandes und seiner Mitglieder mitgestalten durfte. Aber auch die neue Aufgabe ist eine große Herausforderung, auf die ich mich freue. Nur mit dieser Aussicht ist es mir möglich, den Börsenverein zu verlassen, dem ich mich auch über den Jahreswechsel hinaus tief verpflichtet fühlen werde.

Fürchten Sie nicht den Vorwurf, ausgerechnet in Krisenzeiten den Verband im Stich zu lassen?

Ich sehe nicht, warum sich der Börsenverein „ausgerechnet“ jetzt in einer Krise befinden sollte. Unsere Branche erlebt seit einiger Zeit einen Strukturwandel, den der Verband selbstverständlich nachvollzieht. Wir befinden uns ja mitten in einem Reformprozess, und ich weiß den Börsenverein auf einem sehr guten Weg. So haben wir auch für professionelle Strukturen gesorgt, die verhindern werden, dass der Weggang einer Person alles ins Wanken bringt.

Haben Sie für die Nachfolge gesorgt?

Für die Besetzung in der Hauptgeschäftsführung ist der Vorstand des Börsenvereins zuständig. Er wird sich in seiner nächsten Sitzung am 1. März 2005 mit Nachfolge befassen.

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