An: Holger Ehling, Pressesprecher und stellvertretender Direktor der Frankfurter Buchmesse zum Thema Preiserhöhung zur Frankfurter Buchmesse

BuchMarkt: Die geplanten Preiserhöhungen zur Frankfurter Buchmesse erhitzen die Gemüter. Was verteuert denn die Messe derart?
Ehling: Die gestiegenen Kosten für Anmietung und Dienstleistungen erhöhen die Preise, nachdem im Jahr 2002 seitens der Buchmesse auf jegliche Preissteigerung verzichtet wurde. In den vergangenen 10 Jahren wurde die Messefläche um 50 Prozent erweitert, das hatte für uns eine Preiserhöhung seitens der Frankfurter Messe und der Dienstleister um 120 Prozent zur Folge, und wir haben davon nur rund ein Drittel an die Aussteller weiter gegeben.

BuchMarkt: Also keinerlei Benefit bei erhöhten Preisen, sondern nur eine Reaktion auf erhöhte Kosten?
Ehling: So nun wieder auch nicht. Die Buchmesse investiert in diesem Jahr stark in die Verbesserung der Infrastruktur und des Service-Angebots. Hervorzuheben sind: Sortimenter-Treffpunkte in allen Hallen, neue Veranstaltungsforen als Gelegenheit für bessere Promotion der Verlage, ein neues Zentrum für literarische Übersetzer. Und um sicher zu stellen, dass auch zukünftig kleinere Verlage zu günstigen Konditionen ausstellen können, werden die Aussteller mit Standgrößen bis zu 8 qm weiterhin von Seiten der Buchmesse subventioniert. Und es gibt Zusatzleistungen wie ganzjährige Einträge in den Online Frankfurt Catalogue – damit ist die Messeteilnahme sozusagen ganzjährig aktuell. Außerdem sind die Online-Kataloge eine wichtige Hilfe bei der Vorbereitung der Messeteilnahme, d.h., bei der gezielten Suche nach potentiellen Geschäftspartnern. 2002 hatten wir über 5 Mio Page Views. 10 Titel pro Aussteller gibt es kostenlos im Rights Catalogue, dazu kommt ein ganzjähriger Eintrag in den Who’s Who Katalog und in den Ausstellerkatalog.

BuchMarkt: Wie sieht es denn mit den Preisen im internationalen Vergleich der Messen aus?
Ehling: Die Frankfurter Buchmesse gehört auch nach der Preis-Anpassung zu den preisgünstigsten Veranstaltungen ihrer Art.. Im internationaler Buchmessen-Vergleich – also Stand komplett möbliert inkl. Eintrag in Katalog – sieht es so aus: London kostet bei 16 qm pro qm 605,50, Euro, Paris 573,50 Euro, Bologna 372,50 Euro, Warschau 431,50 Euro, Leipzig 358 Euro, Frankfurt 393,63 Euro.

Kommentare (0)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.