Klaus Seifert

Eine „Institution“ ist nicht mehr: Klaus Seifert ist tot.

Am Montag wollte er eigentlich mit seiner Buchhandlung an der Eppendorfer Landstraße in Hamburg umziehen (ein Haus weiter). Klaus Seifert, der 37 Jahre lang das Herz dieser kleinen Buchhandlung, war, starb am Montag im Alter von 76 Jahren im Krankenhaus St. Georg, meldet das „Hamburger Abendblatt“. In der Nacht zum Montag war der Buchhändler in seiner Wohnung gestürzt.

Kurz zuvor hatte er die Buchhandlung noch an seine langjährige Mitarbeiterin, Maria-Barbara Taterka (54), übergeben. „Wir haben uns darauf geeinigt, dass er sich um die antiquarischen Ausgaben kümmert“, sagt Taterka der Zeitung.

Klaus Seifert hatte sein Geschäft 1970 eröffnet. Geboren in Erfurt, ging er nach seiner Buchhändlerlehre in den Westen, zunächst nach Köln, dann 1962 nach Hamburg. Er arbeitete als Bibliothekar, arbeitete danach im Verlag (zuletzt als Vertriebsleiter unter Dr. Matthias Wegner beim damals noch existierenden Christian Wegner Verlag ), schrieb ein Buch und journalistische Texte, bis er sich selbstständig machte. In einem Interview sagte er: „Ich wollte endlich meine eigenen Fehler machen.“

Schnell wurde der wortgewandte Buchhändler bekannt und eine literarische und soziale Institution in Eppendorf. „Sein Spezialgebiet war das 18. Jahrhundert, Klassik, Aufklärung und vor allem Goethe“, erzählt Peter Kunert (67) dem „Hamburger Abendblatt“, der gut 20 Jahre lang Seiferts Kunde war.

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