Klaus v. Mackensen

Klaus v. Mackensen

Kurz nach seinem 87. Geburtstag verstarb am 27. Februar in Darmstadt der Buchhändler Klaus v. Mackensen. Das wurde erst heute bekannt. 30 Jahre lang, von 1959 bis 1989 war er in Wuppertal tätig. Nach Lehrjahren in Hamburg und Mönchengladbach übernahm er die Buchhandlung Dr. Addy Engelhardt in der Friedrich-Ebert-Straße in Wuppertal-Elberfeld, 1959 eher eine „Bücherstube“ mit 44 qm Verkaufsfläche.

Es folgte ein ständiger Aus- und Aufbau, die Fachabteilung für Recht/Wirtschaft/Steuer entstand, Büroräume wurden zu Verkaufsfläche, Lesungen und Signierstunden folgten: es seien hier nur die Namen A.E. Johann, Ministerpräsident Dr. Franz Meyers, Viktoria Luise oder Lothar Buchheim genannt. 1974 war aus dem Nachkriegsbehelfsbau ein modernes Geschäftshaus mit 142 qm Verkaufsfläche geworden, der Umsatz stieg im Umbaujahr um 37 %. Die Aufbaujahre, auch mit manchen Entbehrungen waren weitestgehend vorbei.
Anfang 1990 verkaufte v. Mackensen seine Buchhandlung an Michael Kozinowski. Die Veränderungen in der Buchbranche hat er durchaus wahrgenommen, wollte sich damit aber nicht mehr beschäftigen. Er widmete sich jetzt seinen geschichtlichen Forschungen. Als Buchhändler hat er viel eher als andere in der Branche die Instrumente Marktforschung und betriebswirtschaftliche Kennzahlen eingesetzt, seine Statistiken waren legendär.
Stolz war er immer darauf, dass „seine“ Buchhandlung trotz der großen Umbrüche erfolgreich blieb und das geschäft auf die von ihm geschaffenen Grundlagen aufbauen konnte: die Buchhandlung v. Mackensen ist heute eine der wenigen verbliebenen inhabergeführten Buchhandlungen in Wuppertal.

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