Manfred Harnischfeger

Manfred Harnischfeger

Manfred Harnischfeger, der frühere Leiter der Unternehmenskommunikation von Bertelsmann, ist nach langer, schwerer Krankheit am Sonntag in seiner Wahlheimat Bonn verstorben. Harnischfeger wurde 71 Jahre alt.
Der 1944 im hessischen Lorsch geborene Manfred Harnischfeger absolvierte zu Beginn der 1960er-Jahre eine journalistische Ausbildung bei der „Fuldaer Zeitung“ und arbeitete ab 1965 bei der „Allgemeinen Zeitung“ in Mainz. 1968 wurde er Pressereferent der CDU-Landesgeschäftsstelle in Frankfurt, bald darauf Pressesprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag in Wiesbaden. 1972 erfolgte der Wechsel Harnischfegers in die Wirtschaft, er stieg bei Bertelsmann als Leiter der Pressestelle ein und zog nach Gütersloh.
Bei Bertelsmann prägte Harnischfeger in den darauffolgenden 30 Jahren die Kommunikation des Hauses, seit 1974 als Gesamtleiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. In dieser Zeit baute er zunächst noch unter dem Vorstandsvorsitzenden Reinhard Mohn die weltweite Kommunikation des Unternehmens auf und aus. Parallel dazu nahm er zahlreiche Sonderaufgaben wahr, beispielsweise beim Aufbau der Bertelsmann Stiftung 1977, bei der Gründung der heutigen Stiftung Lesen oder bei der Rekonstruktion der Berliner Bertelsmann-Repräsentanz Unter den Linden 1 zu Beginn des neuen Jahrtausends.
Im Jahr 2002 verließ Manfred Harnischfeger Bertelsmann und war von 2003 bis 2009 für die globale Kommunikation des Konzerns Deutsche Post World Net verantwortlich. Nach seinem Abschied aus der aktiven PR-Arbeit war Harnischfeger 2010 kommissarischer Direktor des Beethoven-Hauses Bonn. Zudem war er lange Jahre Professor am Institut für Kultur- und Medienmanagement der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg und auch als freier Publizist und Kommunikationsberater tätig.

Kommentare (0)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.