Roger Rössing – der Altmeister der DDR-Fotografie ist tot

Wie erst heute bekannt wurde, ist am 10. April der Fotograf Roger Rössing im Alter von 77 Jahren in seiner Leipziger Wohnung verstorben. Rössing, Jahrgang 1929, hatte das Inferno vom Februar 1945 in seiner Geburtsstadt Dresden nur knapp überlebt. 1946 ging er nach Leipzig, wo er an der Hochschule für Grafik und Buchkunst ein Studium der Fotografie absolvierte.

In den folgenden fünf Jahrzehnten hat Rössing – fast immer gemeinsam mit seiner im Vorjahr verstorbenen Ehefrau Renate – mehr als 90 Bücher herausgebracht und an zahlreichen Ausstellungen der In- und Auslandes mitgewirkt. Vor zehn Tagen erst erschien sein neuestes Werk „Menschen in der Stadt. Fotografien 1946-1989“ (Lehmstedt Verlag, Leipzig), ein einzigartiges Langzeitporträt seiner neuen Heimatstadt Leipzig, voll poetischer Aufnahmen aus dem Alltagsleben ihrer Einwohner. Das Buch, das nun zum Vermächtnis geworden ist, macht den Rang Roger Rössings als eines der bedeutendsten deutschen Fotografen der Gegenwart deutlich.

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