Ulrich Frank-Planitz

Ulrich Frank-Planitz

Kurz nach seinem 75. Geburtstag, ist der Verleger Ulrich Frank-Planitz am 7. Mai 2011 völlig unerwartet gestorben. Er wurde am 13. April 1936 in Zwickau/Sachsen geboren und studierte in Jena, West-Berlin und Köln. Anschließend war er Bonner Korrespondent des Düsseldorfer „Handelsblatts“, Chefredakteur der Wochenzeitung „Christ und Welt“ in Stuttgart sowie Direktor des Bosch-Konzerns in Zürich.
1978 wurde er Geschäftsführer der Deutschen Verlags-Anstalt (DVA)
in Stuttgart und hat u. a. Bücher von Kardinal Ratzinger, dem heutigen Papst, Arnulf Baring, Kurt Biedenkopf, Tania Blixen, Willy Brandt, Ralf Dahrendorf, Joachim Fest, Erich Fromm, Sebastian Haffner, Ulla Hahn, Sarah Kirsch, Angela Merkel, Joyce Carol Oates, Marcel Reich-Ranicki und Peter Scholl-Latour verlegt. In seine DVA-Zeit fiel auch der Erwerb der Manesse-Bibliothek sowie der Ausbau des DVA-Zeitschriftenverlags und des DVA-Architekturprogramms.
Nach seinem Ausscheiden aus der DVA Ende 1997 und dem Umzug des Verlags nach München hat Frank-Planitz mit Michael Klett den Hohenheim Verlag in Stuttgart und Leipzig gegründet, dessen Inhaber er dann wurde und den er zusammen mit seiner Frau Renate Frank-Jostmann führte. Dort erschienen u. a. Bücher von Rainer Barzel, Hans-Dietrich Genscher, Roman Herzog, Theodor Heuss, Erich Loest, Gerhard Raff, Edzard Reuter, Manfred Rommel, Walter Scheel, Helmut Schmidt, Lothar Späth, Bernhard Vogel und Richard von Weizsäcker.
Frank-Planitz war Mitglied des Kuratoriums der Universität Leipzig, von 1998 bis 2005 Sprecher des Beirats der Leipziger Buchmesse, außerdem Kurator der Theodor-Heuss-Stiftung und Vorstandsmitglied des Freundeskreises für das Landesmuseum Württemberg.

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