Ursula Wanderer

Wie erst jetzt bekannt wird, ist die Buchhändlerin Ursula Wanderer (Buchhandlung Wanderer) im Juni im Alter von 87 Jahren gestorben.

Ihre Bedeutung und Ihr Wirken für das kulturelle Leben Bad Münder hob Verlegerin Gabriele Späth hervor: „Seit 68 Jahren hat sich die Buchhandlung Wanderer zu einer Instanz entwickelt, die manche Großstadt nicht zu bieten hat. Das ist Ursula Wanderers großer Verdienst, Sie war der „gute Büchergeist von Bad Münder“.

Auch im hohen Alter war die Geschäftsfrau noch regelmäßig in der Buchhandlung präsent. „Immer höflich, immer freundlich, immer aufmerksam, sie hat sich nie in den Vordergrund gedrängt“, erinnert Pastor Hans-Joachim Schulz-Waßmuth an Ursula Wanderer, die als Ursula Sander am 12. August 1921 in Groß Machim im Kreis Stolp in Pommmern geboten wurde. Gemeinsam mit der Geschwistern – darunter eine Zwillingsschwester – wuchs sie als Tochter eines Gutsverwalters auf- Der Besuch eines Gymnasiums blieb ihr verwehrt, ein Umstand, den sie sehr bedauerte.

Kunst und Kultur, insbesondere Lyrik und Malerei, gehörten ganz zentral zu ihrem Leben. 1941 lernte sie ihren Mann Herbert Wanderer kennen, der aus der traditionsreichen müderschen Drucker-Familie stammte. Sie folgte ihm an den Deister. 1946 kam Sohn Jörg zu Welt, 1958 Tochter Dudo. Aus dem Schreibwarengeschäft ihrer Schwiegereltern entwickelte Ursula Wanderer mit großem Engagement die heute von ihrer Tochter geführte Buchhabndlung. NDZ

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