Ursula Wölfel

Ursula Wölfel

Die Autorin Ursula Wölfel ist am 23. Juli nach kurzer schwerer Krankheit im Kreise ihrer Familie gestorben. Wölfel, Jahrgang 1922, wuchs im Ruhrgebiet auf. Sie studierte in Heidelberg Germanistik, Geschichte, Philosophie und Psychologie.
Nach dem Krieg war Ursula Wölfel Schulhelferin und absolvierte eine Lehrerausbildung, arbeitete als Assistentin am Pädagogischen Institut Jugendheim an der Bergstraße, nahm nebenher das Universitätsstudium wieder auf und war kurze Zeit Sonderschullehrerin in Darmstadt.
1959 erschien ihr erstes Kinderbuch. Seit 1961 lebte sie als freie Schriftstellerin im Odenwald und zuletzt im Wohnstift Augustinum in Heidelberg. Seit 1972 war sie Mitglied im PEN.
Ursula Wölfel war eine Meisterin der realistischen Kinderliteratur. In ihren Büchern beschreibt sie die Welt, in der Kinder aufwachsen, nüchtern und ohne sie zu beschönigen; zwischen den Zeilen lässt sie den Leser Wärme und großes Verständnis für ihre Figuren spüren.
Für die große Anerkennung, die Ursula Wölfels Werk zuteil wurde, sprechen die zahlreichen Preise und Auszeichnungen, die sie für ihre Bücher erhalten hat. Achtmal stand sie auf der Auswahlliste des Deutschen Jugendliteraturpreises, dreimal auf der Ehrenliste des Hans-Christian-Andersen-Preises. Für Feuerschuh und Windsandale erhielt sie 1962 den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Kinderbuch, 1972 für Die grauen und die grünen Felder den Österreichischen Förderpreis für Jugendliteratur, 1992 für Ein Haus für alle den Jugendbuchpreis „Buxtehuder Bulle“. 1991 wurde Ursula Wölfels Gesamtwerk mit dem Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises geehrt.
Ursula Wölfel hätte am 16. September 2014 ihren 92. Geburtstag begangen.

Kommentare (0)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.