Wilhelm Hankel

Wilhelm Hankel, Chefvolkswirt der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und Präsident der Hessischen Landesbank (Helaba) ist tot. Der Wiley-Autor verstarb am vergangenen Mittwoch in Köln, kurz nach seinem 85. Geburtstag.
Der Verlag veröffentlicht den nachstehenden Nachruf:

„Wohltätig ist des Feuers Macht, wenn es der Mensch bezähmt, bewacht
Friedrich Schiller Lied der Glocke
Dieses Zitat stellte Wilhelm Hankel seinem im Jahr 2011 bei Wiley erschienenen Buch Geldherrschaft – Ist unser Wohlstand noch zu retten? voran. Es trifft nicht nur den Inhalt des Buches, sondern charakterisiert auch Hankels kritische Haltung gegenüber der deutschen Währungspolitik und den jüngeren Entwicklungen im europäischen Finanzsystem. Die Herrschaft des Geldes in Schach zu halten, sah der bis zuletzt äußerst streitbare Eurokritiker als wichtigste Aufgabe der Experten in Wirtschaft und Politik an.
Als Erfinder des Bundeschatzbriefs erlangte er in den späten 1960er Jahren große Bekanntheit. Als diese Anlageform 2012 von der Bundesregierung abgeschafft wurde, sah Hankel dies als ein weiteres Indiz für die zunehmend abwertende Haltung der Politik gegenüber den Ersparnissen der Bürger.
Auch wenn wir nur eines seiner zahlreichen Bücher verlegen durften, fühlten wir uns dem ehemaligen Chefvolkswirt der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und Präsident der Hessischen Landesbank (Helaba) stets verbunden und sind über die Nachricht seines Todes bestürzt.

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