York Seewald

York Seewald

York Seewald, der einstige Presse-Chef der Bertelsmann Clubs und spätere PR-Mann der VogelMedien ist in der Osterwoche am 8. April in Stuttgart nach kurzer, schwerer Krankheit überraschend und erst 58jährig verstorben.

Seewald, am 29. Januar 1951 in Stuttgart geboren, war von 1985 bis 1991 für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Bertelsmann Clubs im westfälischen Rheda-Wiedenbrück verantwortlich – räumlich nicht weit entfernt vom väterlichen Verlag Seewald und Busse in Herford.

Ab 1991 leitete Seewald zehn Jahre lang die Pressestelle der VogelMedien in Würzburg, um sich dann 2001 mit einer „Wortwerkstatt“ auf seine Finca, einen stillgelegten kleinen Bahnhof an der Südostküste Mallorcas, zurückzuziehen.

Seinen Einstand als PR-Mann der Bertelsmann Clubs gab Seewald quasi mit einem branchenweit beachtetem „Paukenschlag“ auf der Frankfurter Buchmesse, als dort 1986 die Clubs nach langer Abstinenz wieder Präsenz und Flagge zeigten und sich Autoren von Weltrang am Club-Stand ein Stelldichein gaben – von Isabel Allende bis Tomi Ungerer. Weitere PR-Akzente setze er für den Club u. a. im Rahmen des Literaturwettbewerbs „Liebe in unserer Zeit“, mit der RTL-Serie „Kulis Buchclub“ oder mit den Bestsellern im Streichholzschachtel-Format, die (auch bei Nichtrauchern) mittlerweile zum kultigen Sammelobjekt geworden sind.

Seewald – oder „Papa York“, wie ihn manche nannten – war nicht nur ein begeisternder Buchliebhaber, sondern auch passionierter Raucher und Weinkenner. Entsprechend sein Lebensmotto, das er frei nach Curd Jürgens immer gern zitierte: „Es ist wichtiger, den Jahren mehr Leben zu geben, als dem Leben mehr Jahre.“

Jürgen Christen

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