Gestorben Günter de Bruyn

Am 4. Oktober ist der Schriftsteller Günter de Bruyn, langjähriges Mitglied der Akademie der Künste, mit 93 Jahren in Bad Saarow verstorben.
Er lebte seit über 50 Jahren in Beeskow (Oder-Spree) in Brandenburg und galt schon zu DDR-Zeiten als bedeutender Schriftsteller und Chronist der Mark.
Gustav Seibt, ebenfalls Mitglied der Akademie der Künste, erinnert in seinem  Nachruf in der Süddeutschen Zeitung (8. Oktober 2020), wie das gesamtdeutsche Publikum nach 1989 Günter de Bruyn als märkischen Schriftsteller neu kennengelernt habe, „weil er alle paar Jahre ein landschaftlich fundiertes Geschichtsbuch herausbrachte“, während seine großen Romane in der Zeit vor 1989 „bürgerlicher, poetischer Realismus fast im Sinne des 19. Jahrhunderts“ seien. Was sein Lebenswerk zusammenhalte, beschreibt Seibt mit den Worten:
„Am ehesten wohl ein skeptischer, sündenbewusster, untrüglicher Blick auf die Menschen, ein zurückhaltender, unüberhörbar katholischer Ton, der sich bei de Bruyn aufs Glücklichste mit stadtberliner Nüchternheit, mit Humor und altmodischem Patriotismus verbindet.“

Die Akademie der Künste trauert um ihr Mitglied.
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