Carsten Vogt (50)

Carsten Vogt

Carsten Vogt wird heute 50 Jahre alt – und ist damit genauso alt wie unser Magazin BuchMarkt, für das die Vorarbeiten auch im April vor 50 Jahren begannen und das ihm seit 1991 „unverzichtbar ist“.

Seit dem Beginn seiner Buchhandelszeit begleitet er aber auch uns, und das gern, wie er mir gestern noch gesagt hat. Seine BuchMarkt-Artikel „Hilfe, der Vertreter kommt“ und „Aus- und Weiterbildung im Buchhandel“ sind mir unvergessen und haben damals Wirkung gezeigt; und heute noch amüsiere ich mich über seinen Aprilscherz aus dem Jahr 2009.

Bei Michaelis-Braun in Marburg bekam „CV“, wie er seit seiner Jugend im Sauerland/NRW genannt wird, bereits den ersten Richtungsweis auf (medizinische) Fachbücher, wenn auch „eher gepeinigt durch Anthroposophie“, wie er heute gesteht.

Bei der Ferber’schen in Gießen duftete für ihn dann „der Geruch der weiten, süßen Buchhändlerwelt“, wie auch bei LIBRI (Neue Medien) in Frankfurt. Und dann wachte er eines Tages auf und befand sich im „schwäbischen Himmelreich“ Allgäu bei Bücher Edele in Kaufbeuren.

Der esoterische Windpferd-Verlag in Aitrang reizte ihn danach, wie später das Kemptener Fachsortiment. So hat er alle drei Buchhandelssparten kennengelernt – was ihn heute gestehen lässt: „Ich habe jetzt mehr Verständnis für die Fragestellungen und Probleme der einzelnen Sparten. Es gibt da mehr Schnittstellen, als allgemein geglaubt wird. Leider wird teilweise mehr gegen- als miteinander gearbeitet. Und das häufig nicht einmal bewusst.“

Seine heutige berufliche Heimat aber ist das Schweitzer Sortiment in München, nahe des Stachus, über das Hartmut Gante sagte: „Da kann ich bei jedem Besuch was lernen, die Abteilungen sind gut gepflegt und die Buchhändler dort sind echte Profis!“ hiernachzulesen.

Im Allgäu und Bayern ist er gerne „hängengeblieben“. Dies liegt in erster Linie an seiner Frau Conny, aber auch an der „tollen Landschaft und dem Menschenschlag“. Aber seine Leidenschaft gilt weiterhin dem Fachbuch und den Fachinformationen: Wirtschaft, Rechnungswesen, Jura. Deswegen nimmt er die fast-tägliche Pendelei nach München (immerhin 130 km einfache Strecke, „ideale Zeit aber für Buch-Lektüre“) auf sich. Denn: „Ich bin gerne im Verkauf an vorderster Front, im Laden. Ich sehe mich als Schnittstelle, als Scharnier, zwischen Menschen und Büchern, Menschen und Informationen.“ Das Fachbuch macht ihm Spaß: „Das Medium ist egal, der Inhalt zählt.“

Aber seine riesige Bibliothek zeugt doch davon, dass er im Grunde hätte Bibliothekar werden sollen und wo sein Herz schlägt. Seine Sammelgebiete sind „‚Bücher über Bücher‘ und Allgäu-Literatur.“

Heute allerdings will er nicht in München sein – ein Besuch bei der Augsburger Puppenkiste steht an. Und richtig feiern will er seinen Geburtstag erst im nächsten Jahr: „Dann haben meine Frau und ich zusammen 110. Geburtstag.“ Aber: Ich gratuliere trotzdem schon heute herzlichst unserem Querdenker aus dem Allgäu.

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