Sigmund Gottlieb über sein Buch "Stoppt den Judenhass!" (Hirzel) „Direkt, provokativ und schonungslos!“

In seinem Buch Stoppt den Judenhass (Hirzel) richtet Sigmund Gottlieb einen „Weckruf an die breite Bevölkerung“. Er fordert die Menschen dazu auf, „aufzustehen, nicht nur gegen rechtsradikale Gewalttaten und Islamismus, sondern auch gegen die alltägliche Gleichgültigkeit.“

Das war Anlass für Fragen an Sigmund Gottlieb:

Sigmund Gottlieb: „Die zunehmende Feindseligkeit, die Jüdinnen und Juden in Deutschland erfahren, lässt sich durch Sonntagsreden nicht länger beschönigen. Antisemitismus macht sich auf bedrohliche Weise in der Mitte der Gesellschaft breit.“

Worum geht es in dem Buch?

Sigmund Gottlieb: Das Buch handelt von der neuen Gefahr für die jüdische Minderheit in Deutschland, von der Gleichgültigkeit der großen Mehrheit der Deutschen, von einem Antisemitismus im Alltag, der jeden Tag rote Linien überschreitet – und von einem Staat, der dieser Gefahr nicht Herr wird.

Wie entstand die Idee zu diesem Buch?

Es war ein in mir wachsender Zorn über die ‚Nie-Wieder-Worte‘ aus der Politik – so auch nach dem Terroranschlag von Halle, denen keine Taten folgten. Es waren viele Gespräche mit jüdischen Frauen und Männern, die voller Sorge auf die Entwicklung in Deutschland blicken. Aus der Geschichte wissen wir, dass es schon zu spät sein kann, ohne dass wir es gemerkt haben.

Was möchten Sie mit dem Buch erreichen? Welche Reaktionen erhoffen Sie sich?

Dass wir aufmerksam werden und ins Nachdenken kommen. Es wäre einfach schön, wenn das Buch für ein Thema sensibilisiert, das kein Volk so sehr berühren muss wie uns Deutsche. Wenn es Aufklärung sein könnte für junge Menschen, die erschreckend wenig über die Geschichte und das Schicksal der Juden wissen. ‚So kann das nicht weitergehen!‘ – das wäre die Reaktion, die ich mir wünsche.

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Mit welchem Argument kann der Buchhändler das Buch am besten verkaufen?

Für den Autor steht der Hass auf Juden stellvertretend für den Hass auf andere Minderheiten in diesem Land. Angesichts dieser wachsenden Gefahr hält er uns den Spiegel unserer Gleichgültigkeit vors Gesicht.

Welche drei Worte beschreiben das Buch perfekt?

Direkt, provokativ, schonungslos.

Wer dieses Buch liest, der …

… zeigt Interesse am Schicksal der Juden und anderer Minderheiten.

Wer dieses Buch nicht liest, der …

… wird seine Gründe haben.

Welche Frage, die wir nicht gestellt haben, hätten Sie dennoch beantwortet?

Warum sich der Hass auf Juden oft hinter der Kritik an Israel versteckt.

 

 

 

Kommentare (2)
  1. Wiederum danke für dieses Gespräch und die Buchvorstellung. Bisher hielt ich Herrn Gottlieb für einen verkappten Pressesprecher der CSU, aber jetzt sehe ich ihn in einem anderen Licht.
    Dieter Klug, Wolfratshausen

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