Das Sonntagsgespräch Till Zander über die moses-Jubiläumsaktion „Wir packen mit an“ und die Erfüllung eines Kindheitswunsches

Der moses. Verlag feiert in diesem Herbst sein 25-jähriges Jubiläum. Wir sprachen mit Till Zander, Vertriebsleiter Buchhandel, über die Aktion „Wir packen mit an!“ , für die 25 moses-Mitarbeiter im Laufe des Jahres im Handel aushelfen und ganz unterschiedliche Erfahrungen sammeln konnten.

BuchMarkt: 25 Mitarbeiter helfen jeweils einen Tag im Handel. Wie sind Sie denn auf diese Idee gekommen?

Till Zander im Naturkundemuseum in Berlin

Till Zander: Als wir anfingen, über unsere Jubiläumsaktivitäten nachzudenken, hatten wir zunächst einmal die „üblichen“ Gedanken und Ideen auf dem Tisch: Ein Aktionspaket mit üppiger Dekoration, Sonderauflagen unserer größten Erfolgstitel und ähnliches. Aber schon recht bald wurde uns klar, dass hier die berühmte „Idee mehr“ fehlt, die uns und unsere Produkte ausmacht. Und was uns wichtig war, dass wir das berühmte Jubiläum zusammen mit unseren Kunden feiern, die uns ja groß gemacht haben. Und so entstand die Idee, dass wir einfach einmal ausschwärmen und bei unseren Kunden mit anpacken.

Und wie haben Sie die Kunden ausgewählt, bei denen Ihre Kollegen im Einsatz waren?

Das ergab sich über ganz unterschiedliche Wege: Wir haben die Aktion in unseren Vorschauen kommuniziert und einzelne Kunden kamen von sich aus schon direkt auf uns zu. Die Vertreter waren natürlich von Anfang an mit an Bord und haben aktiv spannende Kunden angesprochen. Auch ich habe meine Kontakte spielen lassen. In einigen Fällen haben meine Kolleginnen selber ganz konkrete Vorstellungen, wo Sie schon immer einmal eingesetzt werden wollten.

Das waren also vorrangig Buchhandlungen?

Nein, wobei mehr als die Hälfte durchaus Buchhandlungen waren, von ganz kleinen bis zu großen Filialisten. Aber so wie unsere Kundenstruktur ist, haben wir ebenso Spielwarenhändler unterstützt und auch einige Museumsshops. Und so unterschiedlich die Kunden waren, so unterschiedlich waren auch die Ideen, was wir vor Ort tun sollen. In vielen Fällen gab es schon feste Ideen, was wir vor Ort tun sollen. In vielen Fällen gibt es schon feste Ideen, zum Beispiel, dass ein bestimmtes Schaufenster (mit moses-Produkten) zu gestalten wäre. Oder die Kunden brauchten Unterstützung bei einem konkreten Event wie die Buchbox in Berlin bei ihrem jährlichen Bilderbuchfest oder der Museumsshop im Xantener Römermuseum beim großen Event Brot und Spiele mit Römer-Darstellern aus ganz Europa.

Und wie sind die Arbeitseinsätze gelaufen?

Fertig sind wir ja noch nicht. Die Aktion läuft noch bis November, wenn unser Verleger Gerd Herterich zum Abschluss in Nordenham Frau von Bestenbostel bei ihrer Advents-Ausstellung unterstützen wird. Aber von bisher zurückgekehrten Kolleginnen (und wenigen Kollegen) habe ich viele spannende Sachen gehört und beide Seiten scheinen von der Aktion profitiert zu haben.

Und haben Sie sich auch selber beteiligt?

Ja, und als Koordinator konnte ich mir sogar einen ganz konkreten Kindheitswunsch erfüllen. Das Naturkundemuseum Berlin hat aktuell mit Tristan den einzigen vollständigen Tyrannosaurus Rex in Europa ausgestellt und der Museumsshop dort hat seitdem so viel zu tun, dass man sich über meine Hilfe gefreut hat. So konnte ich im Juni einen ganzen Tag ganz nahe bei den Dinosauriern arbeiten. Ganz schön viel Ware, die man da so schleppen muss, bis alles steht. Und bevor die Schulklassen ins Museum strömen, hatte ich am Morgen ein paar Minuten fast allein mit dem T-Rex. Das war schon bemerkenswert.

Wohin hat es Ihre Mitarbeiter am weitesten verschlagen?

In der Wiener Neustadt haben wir ein schönes moses-Schaufenster bei Thalia gestaltet, das war sicher die weiteste Anreise. Aber meine Kollegin konnte noch privat ein Wochenende in Wien dranhängen, so war das also eine echte „Win-Win-Situation“. Und in der Schweiz waren wir auch, in der Buchhandlung Schreiber in Olten.

Und haben Sie sich mit der Aktion im Verlag nur Freude gemacht? Oder gab es auch blöde Erfahrungen?

Wir haben ja niemanden gezwungen mitzumachen, daher kann ich mich im Verlag weiterhin noch sehen lassen. In einigen wenigen Fällen waren die Kunden leider nicht so recht vorbereitet, so dass der Einsatz eher ein wenig langatmig wurde. Aber das waren Ausnahmen. In der Regel sind die moses-Mitarbeiter mit Begeisterung zurückgekommen und auch für unsere Kunden war es eine tolle Aktion, soweit wir schon ein Feedback hatten. Aber wie gesagt, noch ist nicht Schluss, in den kommenden Wochen wird noch fleißig weiter angepackt.

Als Fazit: Würden Sie die Aktion wiederholen?

Vielleicht nicht direkt nächstes Jahr… dafür war es dann doch zu viel Koordinations-Arbeit. Aber zum nächsten Verlagsjubiläum können wir ja wieder darüber nachdenken. Aber bis dahin bleiben wir mit unseren Kunden natürlich in möglichst engem Kontakt und helfen vielleicht auch hier und da einmal aus.. das gab es ja vorher auch schon und das war vorher schon spannend für uns.

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