Bis zum 23. Juni Rolf Erdorf eröffnet Bilderbuchausstellung „Pen & Penseel“

Einen Laufsteg flämischer und niederländischer Bilderbücher präsentieren Bohem Press und das Zentrum für Niederlande-Studien der Universität Münster im Haus der Niederlande. Noch bis zum 23. Juni ist diese kleine aber feine Ausstellung zu sehen, die der preisgekrönte Übersetzer Rolf Erdorf eröffnet hat. Unterhaltsam und informativ sprach er über Einflüsse, Vor- und Nachnamen.

Niederländische und flämische Bilderbuchkunst im Visier: Prof. Dr. Jacco Pekelder, Direktor des Zentrums für Niederlande-Studien der Universität Münster, Annabel Lammers, Bohem Press, und Rolf Erdorf

So wies er beispielsweise darauf hin, dass Carll Cneut eindeutig von Pieter Breughel dem Älteren und auch Hieronymus Bosch beeinflusst ist, und bekannte sich, dass er immer überlegt, ob er mit K oder C, einem L oder Doppel-LL geschrieben wird. Er zeigte sich fasziniert von der Bilderbuchkunst im Nachbarland und freute sich, dass „die alte Rolle, dass sich das Bild dem Text unterordnet, ein bisschen ausgedient hat. Gut ist es erst, wenn beide zusammen die Erzählung abgeben.“

Annabel Lammers von Bohem Press beschreibt die Ausstellung als „eine spannende Mischung von Stilen wie die Farbexplosionen von Carll Cneut oder Mark Janssen, humorvolle Bilder von Mies van Hout und Noëlle Smit bis zu zarten Szenen von Hanneke Siemensma und Kaatje Vermeire, um nur einige zu nennen.“ Gedacht ist die Ausstellung für Kinder. „Kinder werden mit dem Raum eine bunte Welt aus Geschichten betreten“, freut sich Prof. Dr. Jacco Pekelder. „Und vielleicht sagen sie nach dem ersten Rundgang ,nochmal‘. Das würde mich freuen“, so Annabel Lammers von Bohem Press.