Heinold fragt: Wer war’s?

Wir fragen heute nach dem Namen zweier Schwesterverlage, von denen der eine Bücher, der andere Zeitschriften aus verwandten Themenbereichen herausbringt. Hauptgesellschafter der beiden Unternehmen ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, die rund 145.000 Mitglieder vertritt.

Beginnen wir mit dem Buchverlag. Er wurde von der erwähnten Körperschaft sieben Monate nach dem Ende des Zweite Weltkrieges gegründet, um die Mitglieder mit Büchern und Zeitschriften beim Wiederaufbau zu unterstützen. Der Verlag war zunächst regional geprägt, was auch im Verlagsnamen zum Ausdruck kam.

Mitte der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts entschied die Verlagsleitung, ein Buchprogramm für das breite Publikum zu entwickeln. Einer der ersten Titel wurde bereits im Ersterscheinungsjahr mit 100.000 Exemplaren verkauft. Er erreichte bisher eine Auflage von rund 3,5 Millionen Exemplaren und ist noch heute lieferbar. Zum Erfolg trug sicher nicht unwesentlich der eingängige Titel bei, der den anleitenden Charakter des Buches hervorhob. Schnell entwickelte sich der Verlag in der Warengruppe Ratgeber zu einem der Marktführer.

1969 entschloss man sich, den einschränkenden Regionalbezug im Verlagsnamen aufzugeben und einen Kurznamen einzuführen. Das Programm umfasst gegenwärtig über 600 Titel. Jährlich kommen rund 120 Novitäten hinzu. Die Themenpalette lässt sich am besten unter dem Begriff Lifestyle zusammenfassen, wenn man diesen nicht modisch, sondern in Bezug auf die Lebensführung allgemein interpretiert.

Ohne die seinerzeitige Namensänderung wäre es wohl kaum möglich gewesen, in den 70er Jahren einen der prominentesten deutschsprachigen Extremsportler als ständigen Autor zu gewinnen, dem der Buchhandel nachhaltige Verkaufserfolge in verschiedenen Verlagen zu verdanken hat.

Der gesuchte Buchverlag hatte stets einen starken Zeitschriftenverlag im Rücken, der unter dem gleichen Namen publizierte. Auch hier ging man im Laufe der Jahre von regional geprägten Titeln zu einer breiten Palette über. Heute erscheinen rund 25 Fach- und Special-Interest-Zeitschriften, zu denen zahlreiche Online-Portale sowie wichtige berufsständisch ausgerichtete Veranstaltungen treten. Dieses Arbeitsfeld ist nunmehr in einer eigenständigen GmbH zusammengefasst.

Auch der Name dieser Zeitschriften-GmbH hat eine lange Tradition. Sie ging 1960 in einem deutschsprachigen Nachbarland aus einem Vorgängerverlag anderen Namens hervor und entwickelte sich auf ihrem Gebiet zum führenden Fachverlag, der nach einem politischen Umbruch 1990 privatisiert und kurz darauf an eine Provinzzeitung verkauft wurde. Die Zeitung gab ihn schon drei Jahre später weiter: an die öffentlich-rechtliche Körperschaft, in deren Besitz er noch heute ist. Die gruppierte daraufhin ihre beiden Verlagsunternehmen um. Seitdem verlegt das eine das Buch-, das andere das Zeitschriftenprogramm.

Heinold stellt die Doppelfrage: Wie heißen die beiden Unternehmen und wo ist ihr Sitz? Ausnahmsweise werden auch Einsendungen gewertet, in denen nur der Kurzname des Buchverlages genannt wird.

Antwort an heinold@buchmarkt.de

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