Heinold fragt: Wer war’s?

Bei der Firma, nach der wir heute fragen, handelt sich um eine Kooperation von 15 Verlagen, wovon sechs Gesellschafter sind. Auf einen davon geht die Firma zurück. Dieser Gesellschafter ist ebenfalls kein einzelner Verlag, sondern seinerseits ein Gemeinschaftsunternehmen, das im Dezember 1970 gegründet und 1971 verlegerisch aktiv wurde. An der Gründung waren elf Verlage beteiligt. Zweck der Gründung war die Herausgabe einer eigenen Taschenbuchreihe mit relativ vielen Originalausgaben.

Dieser Gemeinschaftsverlag tritt heute mit verschiedenen Buchreihen und medialen Aktivitäten auf. Sie stellen eine Reaktion auf veränderte Lern- und Lesegewohnheiten und auf die Veränderungen der Studienbedingungen im Rahmen des Bologna-Prozesses dar.

Zu einer Einführungsreihe „basics“ sind eine Bachelor-Bibliothek, eine Reihe mit Personenporträts und Themenbänden sowie eine E-Book-Plattform mit einheitlichen Nutzungs- und Abrechnungsbedingungen getreten, ergänzt durch ein Angebot, das Online-Lesen der Verlagstitel in Bibliotheken und Bildungsinstitutionen ermöglicht.

Als neue Produktformen erscheinen Lernposter, Lerntafeln, Lernkarten und Foliensätze für Dozenten, ferner Software fürs Studium, ein eigener Reader für iPad und Android Tablets sowie demnächst e-Learning-Apps.

Der Buchhandel wurde anfangs von zwei fest angestellten Vertretern besucht. Das Vertriebsmodell hat eine relativ verwickelte Geschichte: 2001 trat der Verlag einer Vertriebskooperation bei, aus der 2007 eine weitere Vertriebskooperation entstand. Ein Bestandteil des Namens dieser Gruppe wurde übernommen, als am 1. Januar 2011 die selbstständige Firma gegründet wurde, nach der wir heute fragen.

Im Kern handelt es sich um eine Vertriebsorganisation unabhängiger Sach- und Fachbuchverlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die ihren Sitz in einer rheinischen Großstadt hat und das gesamte buchhandelsrelevante Programm der beteiligten Verlage vertritt.

Die Firma bündelt alle sortimentsgerichteten Aktivitäten und arbeitet mit einem gemeinsamen Außendienst. Der besteht aus drei VertreterInnen und einer Key-Account-Managerin. Die Organisation ist ganz auf die Bedürfnisse des Buchhandels ausgerichtet. Basis sind zwei gemeinsame Vorschauen, die eine für Sachbücher und Schwerpunkttitel, die andere für die Fach- und Lehrbuchprogramme. Die Konditionen sind für alle Verlage einheitlich, zwei verschiedene Auslieferungen betreuen 15 bzw. sechs Verlage und liefern für diese jeweils mit einer Rechnung in einer Sendung. Selbstverständlich gibt es auch eine zentrale Online-Vorschaudatenbank.

Das Erfolgsrezept des Gesellschafter-Verlages, der der Ausgangspunkt dieser Firma ist, beruht auf dessen Kontinuität in der Programmqualität und auf dem Bedürfnis der Zielgruppen nach zuverlässigen, hochwertigen, aber erschwinglichen Büchern sowie nach Zugang zu den Stoffen im Internet. Sein Image prägt auch das der relativ jungen Vertriebsorganisation.

Heinold fragt: Wie heißt diese Vertriebsfirma (zwei Worte) und wo ist ihr Sitz? Alternativ oder zusätzlich können Sie auch die Frage beantworten, wie der Gemeinschaftsverlag heißt, aus der die gesuchte Firma hervorgegangen ist.
Lösung an: heinold@buchmarkt.de

Kommentare (0)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.