Heinold fragt: Wer war’s?

Lesen Sie aufmerksam folgenden Text und schicken Sie uns die richtige Lösung: Heute suchen wir nach einem Verlagshaus, dessen Geschichte eng mit der einer weltweit präsenten Institution verknüpft ist, die zu den traditionsreichsten überhaupt gehört.

Allerdings war der Verlag bei aller engen Verbindung nie in deren Eigentum. Vielmehr handelt es sich um ein privates Unternehmen, das im Gefolge der Aufklärung gegründet wurde und bis heute im Besitz der Nachkommen des Gründers ist, dessen Namen es noch immer trägt.

Alles begann kurz vor der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert in einer kleinen süddeutschen Stadt, die auf einem Sporn über einem viel besungenen deutschen Fluss liegt, der in einen noch häufiger besungenen Strom mündet. Dort, in seiner Geburtsheimat, eröffnete der Gründer im Alter von 24 Jahren eine Schulbuchhandlung und eine Druckerei.

Drei Jahre später wurde er als „Hofbuchhändler“ in eine an einem großen Binnensee gelegene Stadt berufen, wo er unter seinem Namen einen Verlag gründete. Der Tag, an dem die Berufungsurkunde ausgestellt wurde, gilt als Gründungsdatum des Verlages. Sieben Jahre später wurde das Unternehmen in die Universitätsstadt verlegt, in der es bis heute seinen Hauptsitz hat.

Die Verknüpfung des Verlages mit jener erwähnten traditionsreichen, weltweit präsenten Institution hatte zur Folge, dass schon in der ersten Generation Filialen und eine Auslandsniederlassung gegründet wurden. Seither kam es zu weiteren Aktivitäten mit Gründungen und Schließungen auch auf anderen Kontinenten. Noch heute ist der Verlag mit Tochterfirmen international aktiv. In Österreich und der Schweiz erscheinen unter seinem Namen eigenständige Programme. Auch Buchhandlungen wurden und werden unter dem Namen des Verlages betrieben. Die deutsche Kette wurde sukzessive reduziert und besteht seit 1997 nicht mehr.

Die thematischen Schwerpunkte des Verlages sind national und international eindeutig gesetzt, aber die Programme präsentieren sich breit aufgefächert. Zehn Verlagsvorschauen umfasst das Paket, das im Frühjahr 2011 an den deutschen Buchhandel gegangen ist. Nur einige wenige betreffen Imprints, alle anderen Teilprogramme mit eigener Vorschau tragen den Namen des Hauptverlags. Das Spektrum der Editionsformen ist ebenso bunt und reicht von vielbändigen Großwerken bis zu einer erfolgreichen Taschenbuchreihe.

Eine auch für unsere konservative Branche ungewöhnliche Kontinuität in der Führung ist die Grundlage dafür, dass das Unternehmen bei aller internationalen, thematischen und editorischen Vielfalt als geistige und wirtschaftliche Einheit wahrgenommen wird. Der Gründer stand 38 Jahre lang bis zu seinem Tode an der Spitze des Unternehmens. Ein Sohn des Gründers führte den Verlag 49 Jahre lang, ein Enkel des Gründers leitete das Unternehmen ebenso viele Jahre.

Ihm folgte sein Schwiegersohn, der seinem Namen den seiner Frau und damit den des Verlags anfügte. Bei Vollendung seines 65. Lebensjahres gab er die Leitung an seinen Sohn ab, der den Geburtsnamen des Vaters ablegte und damit wieder allein den Verlagsnamen als Familienamen trägt. Er führte den Verlag 37 Jahre lang. Der heute 85-Jährige zog sich vor zehn Jahren aus der Verlagsleitung zurück, die Funktion des Verlegers ging in sechster Generation auf einen seiner Söhne über.
Heinold fragt: Wie heißt dieses traditionsreiche, vielgestaltige Verlagshaus, und wo ist sein Hauptsitz?

Senden Sie die Lösung an heinold@buchmarkt.de. Einsendeschluss ist der 15. Februar 2011. Unter den Einsendern, deren Lösung komplett und richtig ist, verlosen wir ein Exemplar „Bücher und Buchhändler“ (Bramann) von Wolfgang E. Heinold.

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