Heinold fragt: Wer wars?

Einer der Landesverbände des Börsenvereins führt vom 20. Februar bis zum 3. März 2013 Kinder- und Jugendbuchwochen durch – ein willkommener Anlass, um nach einem namhaften und traditionsreichen, in diesem Segment tätigen seiner Mitglieder zu fragen.

Der Verlag trägt den Familiennamen seines Gründers, der ihn vor über 160 Jahren in einer thüringischen Residenz-(und Verlags)-stadt ins Leben rief, um zunächst von ihm selbst geschriebene und illustrierte Bücher herauszubringen (Vorsicht, in Wikipedia ist ein falscher Gründungsort angegeben!). Schon nach 13 Jahren wurde die Firma verkauft und an ihren heutigen Sitz verlegt. Der Juniorchef eines dort ansässigen Buchhandels-, Verlags- und grafischen Unternehmens erwarb sie, führte sie unter der alten Firmenbezeichnung weitere 23 Jahre und verkaufte sie an zwei Vettern. Die wiederum veräußerte sie nach einigen Jahren an eine bekannte ortsansässige Verlagsanstalt. Diese verkaufte den als eigenständige Tochter geführten Verlag an eine Verlegerfamilie, die ihn drei Generationen lang prägte und die Grundlagen für dessen heutige Bedeutung schufen.

Von dieser Familie ging der Verlag vor 12 Jahren an eine ausländische Verlagsgruppe über, zu der eine Reihe bekannter deutscher Publikumsverlage gehört. Bei diesem Übergang wurde das „s“ in der Firmierung am Ende des Familiennamens des Verlagsgründers gestrichen. Der Verlag konnte Verlag sein eigenständiges Gesicht bewahren. Es wird durch Erfolgsautoren bestimmt, deren Gesamtwerk der Verlag betreut und die durch eine kluge Backlistpflege dem Buchhandel langjährig verkäufliche Brot-Titel liefern.

Zum Beispiel feierte der Verlag im vergangenen Jahr den 50. Jahrestag des Erscheinens eines seiner Longseller u.a. mit einer großen Aktion für den Buchhandel und mit einer 16-seitigen, ausschließlich diesem Titel gewidmeten Broschüre. Schon im Jahre 2007 hatte der Verlag einem Titel des gleichen Autors eine eigene Broschüre gewidmet. Auch dabei ging es um das 50- Jahres-Jubiläum eines Longsellers. In Leporelloform liegt ein Gesamtverzeichnis dieses Erfolgsautors vor, das sage und schreibe 49 lieferbare Titel enthält.

Für einen leider bereits 1995 verstorbenen weiteren Longseller-Autor des gesuchten Verlages gibt es ebenfalls ein Gesamtverzeichnis mit 44 Titeln aus dem eigenen Haus, 12 Titeln aus einem zum gleichen Konzern gehörenden Publikumsverlag sowie sechs Titeln aus einem Hörbuch-Verlag.

Die Kontinuität der Arbeit des Verlages spiegelt sich nicht nur in solchen Zahlen, sondern auch in dessen Signet. Das Grundmotiv ist ein Muttertier mit einem säugenden Jungen. Es wird seit 92 Jahren verwendet; die jetzige neunte Variante ist seit 13 Jahren im Gebrauch. Der Verlagsslogan lautet „Wir schreiben Geschichten!“
Zum gesuchten Verlag gehören außerdem zwei Imprint-Verlage. Der eine, österreichischen Ursprungs, wurde 2000 von einer deutschen Medienholding erworben. Sein Programm wird von einer eigenen Programmleiterin verantwortet und steht unter dem Motto „Was wirklich zählt!“.

Das Programm des zweiten, 2010 gegründeten Imprint-Verlages steht ebenfalls unter eigener Leitung. Es ist einer speziellen weiblichen Zielgruppe gewidmet und tritt unter dem Slogan „Meine Welt voller Bücher!“ auf.
Heinold fragt: Wie lauten Name und Sitz des gesuchten Verlages?

Kommentare (0)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.