Heinold fragte im September nach der Deutschen Verlags-Anstalt

Hier die komplette Lösung des Rätsels [mehr…]: Der Ursprung der Deutschen Verlags-Anstalt geht auf Louis Hallberger aus Plochingen am Neckar (1796–1879) zurück, der 1831 in Stuttgart die Hallberger´sche Verlagsbuchhandlung eröffnete.

Sein Sohn Eduard (später: von) Hallberger (1822–1880) gründete 1848 den Verlag Eduard Hallberger, den er 1873 mit dem des Vaters vereinigte. Zum Erfolg des Unternehmens trugen wesentlich die populären Zeitschriften „Illustrirte Welt“ und „Über Land und Meer“ bei, die die neue Technik der Xylografie, also des Holzstichs nutzten.

Im Jahre 1881 wurde das Unternehmen als Deutsche Verlags-Anstalt AG vormals Eduard Hallberger in eine Kapitalgesellschaft umgewandelt, an dem die Familie die Hälfte der Aktien hielt. Die brancheninterne Verlagskurzbezeichung lautet bis heute DVA. Der Geheime Kommerzienrat Eduard von Hallberger hinterließ seiner Tochter Gabriele Gräfin Landberg sein Schloß Tutzing (heute Evangelische Akademie) und seiner Tochter Helene Freifrau von Reitzenstein-Zoppatten die Villa Reitzenstein in Stuttgart (heute Sitz des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg).

1920 erwarb der Stuttgarter Unternehmer Robert Bosch die Mehrheit der Aktien. Der Verlag wurde 1940 zwangsweise in den Zentralverlag der NSDAP Franz Eher Nachf. eingegliedert, nach Kriegsende unter Treuhänderschaft gestellt und 1950 an Boschs Erben zurückgegeben. Diese trennten sich 1980 von ihren Anteilen. Gesellschafter waren von da an die neu geschaffene DVA-Stiftung und der Verlag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der 1997 alleiniger Gesellschafter wurde.

2001 wurden die DVA-Buchverlage und der 1983 erworbene Manesse Verlag zusammen mit anderen Verlagen der FAZ-Gruppe in München konzentriert. Ende 2005 erfolgte der Verkauf an die Verlagsgruppe Random House, die zum Gütersloher Bertelsmann-Konzern gehört und den Verlag als Imprint weiterführt. Nach außen und branchenintern wird weiterhin das Kürzel DVA benutzt, das aber keine eingetragene Marke ist.

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