Der Montagswitz

Jeden Montag hier ein Witz zum Wochenanfang. Ihre Beiträge sind erwünscht per redaktion@buchmarkt.de. Diesmal haben wir den Neujahrsgruß von Wolfgang Sarrazin an seine Kunden „geklaut“ – der sich wiederum bei James Thurber bedient hat. Also, statt Witz zum Montag einen Guten Rat zum Neuen Jahr:

„Es ist 11 Uhr am Neujahrsmorgen und ich bin tatsächlich schon wach. Und so nehme ich meine vornehmste Aufgabe wahr, Ihnen alles Gute zum Neuen Jahr zu wünschen.
Sylvester und Neujahr sind nicht nur mit guten Wünschen sondern auch mit guten Vorsätzen belastet. Letzteres bedeutet Druck, davon möchte ich Sie ein bisschen befreien:

(Aus James Thurber, Fabeln für Zeitgenossen. Originalzitate kursiv)

Es lebte einmal ein brauner Bär, der trank gerne einen guten Tropfen. Weniger vornehm ausgedrückt: er soff.

Wenn er mitten in der Nacht nach Hause gewankt kam, stieß er den Schirmständer um, brachte die Stehlampe zu Fall und rammte die Ellbogen in die Fensterscheiben. Zuletzt plumpste er auf den Fußboden und schlief ein. Seine Frau war tief bekümmert, und seine Kinder ängstigten sich sehr.

Nun ja, er beschloss, sich zu bessern und wurde ein begnadeter Redner gegen die Trunksucht. Stark und gesund stellte er sich dar, seit er keine Alkohol mehr anrührte.

Um das vor Augen zu führen, machte er Kopfstand, lief auf den Händen, schlug Rad in der Stube, stieß dabei den Schirmständer um, brachte die Stehlampe zu Fall und rammte die Ellbogen in die Fensterscheiben. Zuletzt streckte er sich, ermüdet von seinen gesunden Leibesübungen, auf dem Fußboden aus und schlief ein. Seine Frau war tief bekümmert und die Kinder ängstigten sich sehr.
Moral: Man kann ebensogut vornüber fallen wie hintenüber.

Das wollte ich Ihnen einfach mal zu bedenken geben. Gern geschehen, keine Ursache!
W.S.

[Für alle, die den Montagswitz letzte Woche verpasst haben, hier der Link: [mehr…]

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