Fünf historische Neuerscheinungen – monatlich ausgewählt von DAMALS

DAMALS – Das Magazin für Geschichte berichtet jeden Monat über spannende Geschichtsthemen. In jeder Ausgabe gibt es zahlreiche Rezensionen von Büchern, Hörbüchern und Filmen. Seit Jahren zeichnet die Redaktion gemeinsam mit einer prominent besetzten Jury zudem die besten historischen Sachbücher des Jahres aus.

Hier fünf der Rezensionen aus dem neuen Heft:

Wie kann man die Anarchie der Staaten einhegen? Nicht durch das Völkerrecht oder die UNO, meint der Brauschweiger Politikwissenschaftler und Historiker Ulrich Menzel, sondern durch die herausragende Macht einzelner Staaten und Herrschaften. Die große Welterklärung liefert Menzel aber dann doch nicht, meint Jürgen Zimmerer.

Ulrich Menzel, Die Ordnung der Welt (Suhrkamp)

Den Aufstieg Francos zum unumstrittenen Diktator schildert Carlos Collado Seidel. Ursula Prutsch bescheinigt ihm, Francos System der Macht ebenso plausibel zu beschreiben wie seinen Charakter. Ein Buch für Kenner der spanischen Geschichte.

Carlos Collado Seidel, Franco. General – Diktator – Mythos (Kohlhammer)

Für ein breites Publikum erzählt der Orientalist Albert Hourani die Geschichte der arabischen Völker von Mohammed bis in die 1970er Jahre. Dabei verschließt er nicht die Augen vor deren Schattenseiten, von der Ungleichheit zwischen Mann und Frau bis zur Anwendung von Gewalt als Mittel der Durchsetzung von Herrschaft. Von Heike Talkenberger

Albert Hourani, Die Geschichte der arabischen Welt. Weitererzählt bis zum Arabischen Frühling von Malise Ruthven. (S. Fischer)

Souverän und unterhaltsam erkundet Neil MacGregor anhand von Objekten die deutsche Erinnerungskultur. Trotz der Hypothek der Geschichte kann sich deutsche Identität an vielen Beispielen herausbilden, von der Lutherbibel über Goethe bis zu Wurst und Bier. Von Heike Talkenberger

Neil MacGregor, Deutschland. Erinnerungen einer Nation (C.H. Beck)

Ethnologin, Widerstandskämpferin, Humanistin, all das war die 1907 geborene und 2008 verstorbene Französin Germaine Tillion. Sehr verdienstvoll findet es Heike Talkenberger, dass nun auch ein deutsches Buch mit Texten dieser bemerkenswerten Frau vorliegt.

Germaine Tillion, Die gestohlene Unschuld. Ein Leben zwischen Résistance und Ethnologie. Hrsg. von Mechthild Gilzmer. (AvivA)

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