Im April auf Platz 1: Patrick Modiano

30 Literaturkritiker nennen dem SWR monatlich – in freier Auswahl – vier Buch-Neuerscheinungen, denen sie „möglichst viele Leser und Leserinnen“ wünschen, und geben ihnen Punkte (15,10,6,3). Im April auf Platz 1: Patrick Modiano

Die Addition ergab für April 2010 folgendes Resultat (in Klammern die Position der Februar-Bestenliste):
1. PATRICK MODIANO: Place de l´Étoile
Roman. Aus dem Französischen von Elisabeth Edl.
Carl Hanser Verlag, 192 Seiten, € 17,90 (CHF 31,90)

2. LÁSZLÓ KRASZNAHORKAI: Seiobo weilte auf Erden
S. Fischer Verlag, 448 Seiten, € 22,95 (CHF 39,90)

3. IRIS HANIKA: Das Eigentliche
Roman. Literaturverlag Droschl, 176 Seiten, € 19,00

4. GEORG KLEIN: Roman unserer Kindheit
Roman. Rowohlt Verlag, 448 Seiten, € 22,95 (CHF 39,90)

5. ALEXANDER PUSCHKIN: Eugen Onegin
Ein Versroman. Aus dem Russischen von Sabine Baumann. Vorwort, Einleitung und Kommentar von Vladimir Nabokov.
Stroemfeld Verlag, 2 Bände, 1632 Seiten, € 98,00

6. MARTIN WALSER: Leben und Schreiben. Tagebücher 1974 – 1978
Rowohlt Verlag, 592 Seiten, € 24,95 (CHF 43,80)

7. MICHAEL LENTZ: Offene Unruh. 100 Liebesgedichte
Roman. S. Fischer Verlag, 176 Seiten, € 16,95 (CHF 33,90)

8. DON DELILLO: Der Omega-Punkt
Roman. Aus dem amerikanischen Englisch von Frank Heibert.
Verlag Kiepenheuer & Witsch, 112 Seiten, € 16,95 (CHF 29,90)**

9.-10. JAN FAKTOR: Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder Im Reich des heiligen Hodensack-Bimbams von Prag
Roman. Verlag Kiepenheuer und Witsch, 640 Seiten, € 24,95 (CHF 42,90)

MARTIN WALSER: Mein Jenseits
Novelle
Berlin University Press, 120 Seiten, € 19,90

Persönliche Empfehlung im April von Kirsten Voigt (Baden-Baden)

Leonora Carrington: Die Windsbraut – Bizarre Geschichten
Mit einem Vorwort von André Breton. Herausgegeben und übersetzt aus dem Französischen, Englischen und Spanischen von Heribert Becker.
Edition Nautilus, 256 Seiten, € 14,90 (CHF 25,90)

Wenn gilt, dass das Schöne nur des Schrecklichen Anfang ist – und auch das Gegenteil hiervon –, dann in den bösen, wilden, komischen und farbenprächtigen Geschichten der Leonora Carrington. Die 1917 geborene Künstlerin hat die Erziehungsversuche ihres Vaters, den Surrealismus und den Wahnsinn überlebt und dies und mehr zu faszinierenden Phantasmagorien verarbeitet, von denen hier einige erstmals auf Deutsch erscheinen. Sie zeigen, dass wir nicht vor der Wildnis und unserem Begehren beschützt werden müssen, sondern vor den Psychosen der Zivilisation.

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