Sortimentsschwerpunkte Branchen-Monitor Buch: Minus im Mai

Im Mai 2014 bewegten sich die Umsätze in den Vertriebswegen stationäres Sortiment, Bahnhofsbuchhandel, Warenhaus und E-Commerce zusammen genommen 1,7 Prozent unter denen des Vorjahresmonats. Kumuliert über das bisherige Jahr liegt das Minus aktuell bei 3,4 Prozent. Dies zeigt der Branchen-Monitor BUCH, der auf den von GfK Entertainment m „Handelspanel Buch“ erhobenen Daten basiert.

Der Blick ausschließlich auf den Sortimentsbuchhandel im Mai zeigt: Erneut ist hier der Rückgang mit minus 0,9 Prozent (Barverkauf) im Vergleich zum Mai 2013 kleiner als in den vier Vertriebswegen gesamt. Auch kumuliert steht das Jahr im Sortiment mit nun minus 2,1 Prozent vergleichsweise besser da. Dem Handel vor Ort standen im aktuellen Jahr durch kalendarische Verschiebungen von Fronleichnam und Pfingsten 1,5 Verkaufstage mehr zu Verfügung. Das Rechnungsgeschäft erzielte im Mai ein Minus von 5,6 Prozent.

Anders als im Ostermonat April, der allen Editionsformen Pluszeichen beschert hatte, konnten im Mai in den vier Vertriebswegen nur die Hörbücher punkten: Deren Umsätze lagen 1,6 Prozent über dem Vorjahresmonat. Vor Taschenbüchern und Hardcovern standen hingegen Minuszeichen von 3,9 bzw. 1,0 Prozent.

Innerhalb der Warengruppen musste aktuell die Belletristik mit minus 8,3 Prozent den stärksten Rückgang verkraften – zentraler Grund dafür: das Erscheinen des umsatzstarken Dan-Brown Romans „Inferno“ im Mai des vergangenen Jahres. Auch die Reisebücher lagen bei minus 4,1 Prozent. Alle anderen eher dem Publikumsmarkt zuzuordnenden Warengruppen lagen im Plus: Das Sachbuch erwirtschaftete 6,6 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahresmonat, Ratgeber 1,2 Prozent mehr und das Kinder- und Jugendbuch einen Zuwachs von 1,0 Prozent.

Von den wissenschaftlichen Genres entfiel nur auf Naturwissenschaften, Medizin, Informatik, Technik ein leichtes Minus (minus 2,0 Prozent). Starke Zuwächse erzielten hingegen die anderen beiden Wissenschaften: Sozialwissenschaften, Recht, Wirtschaft übertraf den Vorjahres-Mai um 8,2 Prozent; Geisteswissenschaften, Kunst, Musik konnte aktuell 14,3 Umsatzprozente hinzugewinnen und liegt derzeit mit einem kumulierten Plus von 8,5 Prozent auf dem Spitzenplatz.

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