Studie „Jugend 2007“: Jugendliche fordern klarere Aussagen von Erwachsenen und Medien

In Hamburg wurden heute die Ergebnisse der Studie „Jugend 2007 – zwischen Versorgungsparadies und Zukunftsängsten“ vorgestellt. Die vom Axel Springer Mediahouse München in Auftrag gegebene Untersuchung wurde vom Bestseller-Autor Stephan Grünewald, Geschäftsführer des Rheingold Instituts, durchgeführt.

Demnach sind Jugendliche in Deutschland verunsichert. In einer von Konsum und
Künstlichkeit geprägten Welt befinden sie sich auf der Suche nach Orientierung und positiven Werten. Dabei wünschen sie sich mehr Aufklärung und Unterstützung von Erwachsenen und Medien.

Das tolerante Versorgungsparadies Deutschland biete jungen Erwachsenen wenig Orientierung und Vorbilder und viele Jugendliche wüssten nicht mehr, wofür sie eintreten oder wogegen sie rebellieren sollten. Daher sei ein schnelles Umdenken in der Kommunikation mit Jugendlichen nötig. Teenager müssten durch konkrete Aufträge und Perspektiven das Gefühl bekommen, gebraucht zu werden. Erwachsene und Medien hingegen sollten ungeschönter informieren und klarere Positionen beziehen, um Jugendlichen die Chance zum Dialog zu geben. Jugendliche müssten herausgefordert werden. Zudem gehe es darum ihnen zu vermitteln, dass Entwicklungen und Fortschritte nicht glatt verlaufen, sondern nur über Widerstände, Rückschläge und Niederlagen möglich seien.

Moritz von Laffert, Geschäftsführer Axel Springer Mediahouse München: „Die Studie zeigt, dass sich Jugendliche mehr Klartext wünschen und dass es ihnen sehr wichtig ist, ernst genommen zu werden. Das ist eine Botschaft, die wir in unseren Titeln künftig noch stärker als bisher umsetzen werden.“

Vorgestellt wird die noch in drei weiteren Städten: am 17. April in Düsseldorf, am 23. April in Frankfurt und am 24. April in München.

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