Sortimentsschwerpunkte Umsätze im Buchhandel: Sommerflaute auch im Juli

Die Fußball-WM und die große Hitzewelle führte auch im Juli zu einer Flaute im Buchhandel. Das meldete heute der BRANCHENMONITOR BUCH des Börsenvereins.

Dadurch konnten die Vertriebswege Sortimentsbuchhandel, Warenhaus und E-Commerce ihren Barumsatz des Vorjahresmonats nicht erreichen: Sie schlossen den Juli mit einem Minus von 3,5 Prozent ab. Aus dieser Entwicklung resultiert bislang ein Jahresergebnis von 1,1 Prozent Umsatzzuwachs gegenüber den ersten sieben Monaten des Jahres 2005. Auch der fokussierte Blick auf den Sortimentsbuchhandel zeigt, dass hier das Bargeschäft ähnlich zurückhaltend lief.

Im Juli blieb der Umsatz 3,4 Prozent unter dem Vorjahresmonat – damit schmälert sich das kumulierte Ergebnis auf plus 0,5 Prozent. Auch im Rechnungsgeschäft wurde ein Rückgang von 4,1 Prozent verzeichnet.

Verluste wurden insbesondere im Bereich der Hardcover eingefahren. Das Ergebnis liegt hier 5,9 Prozent unter dem Vorjahr. Leichte Umsatzzuwächse konnten die Vertriebswege Sortimentsbuchhandel, Warenhaus und E-Commerce hingegen mit Taschenbüchern (plus 1,8 Prozent) sowie – fast schon gewohnheitsmäßig – mit Hörbüchern (plus 5,2 Prozent) erzielen.

Der Blick auf die Warengruppen zeigt im Juli 2006 einen deutlichen Ausreißer: Mit Kinder- und Jugendbüchern wurde ein Verlust von 23,3 Prozent gemacht – vor allem zurückzuführen auf die englische Ausgabe von Harry Potter VI, die im Juli 2005 auf den Markt kam. Aber auch wissenschaftliche Literatur verkaufte sich aktuell schlechter als im Vorjahresmonat. Im Detail: Bücher aus dem Bereich Geisteswissenschaften, Kunst und Musik machten ein Minus von 12,2 Prozent, Mathematik, Naturwissenschaft und Technik verzeichneten ein Minus von 7,9 Prozent und Sozialwissenschaften, Recht und Wirtschaft schlossen mit einem Minus von 6,5 Prozent den Juli ab.

Das größte Plus erzielte – dem Urlaubsmonat entsprechend – die Warengruppe Reise mit 11,6 Prozent. Leichte Umsatzzuwächse verbuchten die Warengruppen Belletristik (plus 1,8 Prozent) sowie Sachbuch/Ratgeber (plus 0,1 Prozent).

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