Danach fragen Kunden Umgeblättert heute: „Wenn man schlechter Laune bleiben will, muss man von diesem Band abraten“

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

„Exquisite Dinge sonder Zahl“: Ulinka Rublack stellt Albrecht Dürers Karriere in den Kontext der materiellen Kultur seiner Zeit. „Dürer in den Erfahrungsraum der Dinge und ihrer Kräfte gestellt und den Zusammenhang von Künstler, Kunstliebhaber und Kunstagent aufgezeigt zu haben ist das große Verdienst dieses Buches.“

  • Ulinka Rublack, Dürer im Zeitalter der Wunder. Kunst und Gesellschaft an der Schwelle zur globalen Welt. (aus dem Englischen von N. Dresler; Klett-Cotta Verlag)

„Die Feindortung klappte immer“: Hommage an einen public intellectual mit Langzeitrekord: Philipp Felsch folgt dem politischen Denkweg von Jürgen Habermas. „Das eigentliche Thema des Buches steckt im vereinnahmenden Untertitel ‚Habermas und wir‘. Wer dieses Wir ist, erläutert Felsch nicht, aber es versteht sich ja von selbst. Was haben alle gemeinsam, die nicht Habermas sind? Sie haben Habermas gelesen, von ihm gelernt, sind von ihm belehrt worden oder haben sich über ihn geärgert – ‚Habermas und wir‘, will heißen: Habermas und wir alle, die er miterzogen hat, Habermas als Erzieher, Erzieher der Bundesrepublik.“

  • Philipp Felsch, Der Philosoph. Habermas und wir. (Propyläen Verlag)

„Gefragt war Schmuck, der zu einem Prinzen passt“: Juwelenglanz: Francesca Cartier-Brickell schildert die Geschichte des Familienunternehmens Cartier. „Natürlich strickt das Buch weiter am Ruf der Marke, erzählt es doch in unterhaltsamen Anekdoten, mit allerlei Seitenblicken auf prominente Klienten, von Glamour, Glitzer und Drama. Neben den Briefen zog die Autorin für ihre Recherche Artikel und Bücher über frühere Kunden heran, machte ehemalige Angestellte aus Cartier-Filialen ausfindig und befragte ihren Großvater Jean-Jacques Cartier, der zur vierten Generation des Unternehmens gehörte und eben der Letzte seiner Generation war, der eine Filiale leitete, ehe die Firma in den Siebzigerjahren verkauft wurde.“

  • Francesca Cartier Brickell, Die Cartiers. Eine Familie und ihr Imperium. (aus dem Englischen von Frank Sievers; Insel Verlag)

„Weil es nicht egal ist“: Der schnellste Weg ins Verderben? Gleichgültigkeit. Wer Hass aus Faulheit oder Feigheit zulässt, ebnet den Rechten den Weg.
Ein Essay als aktualisierter und bearbeiteter Auszug aus:
  • Rafik Schami, Gegen die Gleichgültigkeit. (Schiler & Mücke)

„Deine Kindheit soll schöner werden“: In Michael Lentz’ Roman Heimwärts baut der Erzähler sein Elternhaus neu auf – als Sehnsuchtsort. „Heimwärts ist der Versuch, die eigene Kindheit als bewohnbare Welt zu rekonstruieren, als einen Ort, an den man sich zurückziehen kann, wo man aufgehoben ist, Ruhe und Geborgenheit findet. (…) Heimwärts feiert das Elternhaus des Erzählers als Sehnsuchtsort schlechthin.“

  • Michael Lentz, Heimwärts. Roman. (S. Fischer)

„Huuuiiiii, kicher, kicher“: Christina Röckl bringt eine ganze Busladung missmutiger Leute zum Lachen und Plaudern. „Schlechte Laune lässt sich damit nicht aufrechterhalten. Wenn man schlechter Laune bleiben will, muss man von diesem Band abraten.“

  • Christina Röckl, Bus. (Kunstanstifter)
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