Die Terror-Anschläge gegen die USA beeinflussen auch die 53. Frankfurter Buchmesse. Der lange erwartete Vergeltungsschlag der USA dürfte neben Buchpräsentationen, Lesungen, Pressekonferenzen und Empfängen das große Thema sein. „Wir werden sicher in diesem Jahr keine Jubel-Trubel-Heiterkeit-Veranstaltung haben“, prophezeit Buchmessen-Direktor Lorenzo Rudolf.
Sollten Angriffe vor oder während der Messe geflogen werden, rechne er mit Reaktionen von Schriftstellern und Verlagen oder auch Protestkundgebungen, sagt Rudolf. „Aber wir wollen keine Schwarzmalerei betreiben.“ Die Anschläge schüren allerdings bei ihm wie bei manchen Verlagen die Sorge vor Trittbrettfahrern und Unruhestiftern. Die Buchmesse hat daher die Zahl der Sicherheitsbeamten verdoppelt und die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Besucher müssen an den Eingängen mit Taschenkontrollen rechnen. Bisher hat nur etwa ein halbes Dutzend kleinerer US-amerikanischer Verlage abgesagt. Afghanische Aussteller sind auf der Messe ohnehin nicht vertreten. Mit Isabel Allende hat jedoch eine prominente Autorin auf einen Besuch verzichtet.