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Corine-Verleihung in München /Preisträger Wolf-Jobst Siedler angereist, aber schwer erkrankt

Mit einer festlichen TV-Gala (rund 400 geladene Gäste) in der Münchner Residenz ist am Dienstagabend der neu geschaffene internationale Buchpreis Corine verliehen worden. Der vom Verband Bayerischer Verlage und Buchhandlungen ins Leben gerufene Preis soll Lesen, Bücher und Literatur fördern und zugleich einen Beitrag für das Marketing der Buchbranche leisten. „Wir wollten nicht den 701. Buchpreis, sondern den ersten Marketingpreis des Buchhandels“, sagte Verbandsvorsitzende Rosemarie von dem Knesebeck im Vorfeld der Preisverleihung. Und es sieht so aus, als habe sich die CORINNE auf Anhieb etabliert, auch wenn die Resonanz auf die Gala sehr unterschiedlich war. So wird man erst bei der Fernsehübertragung am 24. in Bayern 3 beurteilen können, ob die gute Stimmung der Veranstaltung sich auch auf die Zuschauer überträgt. Manches, wie etwa der Sketch von Werner Schneyder, sollte besser geshchnitten werden. Und hoffentlich werden die prämierten Bücher auch optisch noch besser herausgestellt: Warum etwa die „Beatles Antology“ (Laudator Rattle-Rocker Achim Reichel) ausgezeichnet wurde, wird wohl erst deutlich, wenn der opulente Band wenigstens aufgeblättert wird.
In der Kategorie Kinder- und Jugendbuch wurde die „Harry Potter“- Autorin Joanne K. Rowling ausgezeichnet, die leider (wie zu befürchten) ebenso nicht persönlich anwesend war wie Starautorin Rosemarie Pilcher, die den Weltbild-Leserpreis erhielt.
In der Kategorie Belletristik ging der Preis an die israelische Erfolgsautorin Zeruya Shalev und an den schwedischen Krimi-Verfasser Henning Mankell. Als bestes illustriertes Sachbuch wurde „The Beatles Anthology“ prämiert.

Der Ehrenpreis ging an den Berliner Verleger Wolf Jobst Siedler für seine Autobiografie „Ein Leben wird besichtigt“. Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) würdigte den renommierten Verleger, Essayisten und Publizisten in seiner Laudatio, der zwar extra nach München angereist war, dann aber wegen einer Erkrankung jedoch kurzfristig absagen musste. Weitere Preise gingen an Pascale Noa Bercovitch, Simon Singh und Manil Suri. Das Bayerische Fernsehen überträgt die Gala am 24. November.

Nett die kurzen Worte von Preisträger Henning Mankell, der es wirklich kurz machte: „Die Leute sollen lieber lesen statt hören, ich fasse mich deshalb kurz.“

Auf dem Foto(v.l.n.r.): Henning Mankell, Pascale Noa Bercovitch, Zeruya Shalev und Simon Singh (Copyright: Christine Strub)

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