
Der Wiesbadener Publizist Dr. Horst Speichert, 62, (Foto)hat sich beim Landgericht Hamburg ein – wie er sagt – „wunderschönes Weihnachtsgeschenk“ geholt: Kurz vor dem Fest musste sich der Rowohlt Taschenbuch Verlag in einem Vergleich verpflichten, die 16. Auflage des Titels von Anne-Bärbel Münchmeier „Spielen mit kleinen Kindern und Babys“ aus der Reihe „Mit Kindern leben“ nicht ohne den Hinweis zu vertreiben „Dies ist ein Buch aus dem Büro für wissenschaftliche Publizistik Dr. Horst Speichert, Teutonenstr. 32b, 65187 Wiesbaden“.
Die neuen Herausgeber Schön und Gottwald, die Speichert im Jahr 2001 beerbten, hatten diesen Hinweis „vergessen“. Rowohlt muss nun in ca. zwei- bis dreitausend Bücher entsprechende Errata-Zettel einlegen, um diese Vergesslichkeit zu kompensieren.
Dr. Speichert hatte sich Mitte 2000 wegen inhaltlicher Differenzen von Schön getrennt, den er zehn Jahre zuvor als Mitherausgeber mit ins Boot genommen hatte, woraufhin Rowohlt dem Gründer und langjährigen Herausgeber der Reihe „Mit Kindern leben“ den Stuhl vor die Tür setzte.
Dr. Speichert zu BuchMarkt: „Nachdem dies bereits der dritte Fall war, in dem mein Name aus einem Impressum verschwunden war, entschied ich mich für Null-Toleranz und habe RA Dieter Wallenfels bemüht.“
Speichert hatte nach seiner Trennung von Rowohlt noch ein come back mit seinem eigenen Klein-Verlag text-o-phon versucht. Obwohl vor allem die Hörbücher des Bestseller-Elternberaters Jan-Uwe Rogge („Kinder brauchen Grenzen“) gut angenommen wurden, reichten weder Kraft noch Ressourcen. Der zweiundsechzige Speichert zieht sich vom Verlegen zurück. Nicht aber vom Schreiben und Büchermachen. Speichert: „Die Katze lässt das Mausen nicht“.
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