
Von den späten sechziger bis weit in die siebziger Jahe galten Rolf Pohle als einem der führenden RAF-Aktivisten viele Schlagzeilen; heute liegt er, wie sein Bruder Ernst Pohle (Geschäftsführer Klee Spiele und Sprecher der Arbeitsgruppe SPIEL) verrät, unheilbar krank und unansprechbar in seiner Wohnung in Athen und ist auf teure Pflege angewiesen, die er und Freunde für ihn organisieren. Für diese immensen Kosten hat sein Freundeskreis ein Spendenkonto eingerichtet: Kanzlei Wächtler & Kollegen – Verwendunsgzweck Rolf Pohle – Stadtsparkasse München; BLZ 701 500 00, Kto. Nummer 909 111 288.
Gleichzeitig ist im Verlag Karin Kramer ein Buch „Mein Name ist Mensch – Das Interview“ (ISBN 3 – 87956 – 273-3 )erschienen, dessen Erlöse auch auf dieses Konto fliessen sollen. Das Buch basiert auf einem nie veröffentlichten Interview, das Rolf Pohle 1985 gegeben hat. Ein erschütterndes Zeitzeugnis, das mehr als nachdenklich macht – und zeigt, wie ein Mann, der revolutionäre Ideen öffentlich vertrat, aber Gewalt gegen Personen ablehnte, gleichwohl für die Öffentlichkeit zum Terroristen aufgebaut wurde. BILD etwa ernannte ihn – ein Foto in dem Buch zeigt es – zu „Deutschlands gefährlichstem Terroristen“. Das Buch zeigt: Das war eine mediale Täuschung.