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Einigung über Preismodell zwischen AuM und AKV – Frühbucherrabatt verlängert

Die Frankfurter Buchmesse und der Arbeitskreis kleinerer und unabhängiger Verlage (AKV) des Börsenvereins haben sich auf ein neues Preismodell geeinigt, nachdem in der vergangenen Woche zahlreiche Verlage Unmut über beabsichtigte Preiserhöhungen zum Ausdruck gebracht hatten. Auf Vorschlag von Buchmesse-Direktor Volker Neumann wurde eine Regelung vereinbart, nach der die Verlage künftig die Option haben, ihren Stand selbst zu möblieren. Das ursprüngliche Angebot der Buchmesse hatte eine im Preis enthaltene Standard-Möblierung vorgesehen, weil die weit überwiegende Zahl der kleineren Aussteller in der Vergangenheit solche Ausstattungspakete gebucht hatten. Zusätzlich ist der Elektroanschluss im Preis des Stands enthalten. Damit ist der kleinste Stand auf der Frankfurter Buchmesse künftig ab 855 Euro erhältlich, statt der ursprünglich vorgesehenen 1000 Euro. Damit zahlen kleine Verlage weiterhin nur rund die Hälfte der Kosten, die entstehen, um ihren Stand aufzubauen. Gleichzeitig wurde der Frühbucherrabatt bis zum 15. April verlängert – Aussteller, die diese Möglichkeit nutzen, sparen drei Prozent.
Der Sprecher des AKV, Thomas Bleicher, zeigte sich erfreut über den Kompromiss: „Die Frankfurter Buchmesse hat unsere Bedenken akzeptiert und unterstützt weiterhin die kleineren Verlage, indem sie einen erheblichen Teil der Kosten für eine Messeteilnahme übernimmt.“ Neumann dazu: „Natürlich wollen wir niemanden von einer Messeteilnahme abhalten, allerdings müssen wir die immens gestiegenen Kosten für die Nutzung des Messegeländes in Frankfurt und die Anmietung von Dienstleistungen wenigstens zum Teil an unsere Kunden weitergeben.“
Die Frankfurter Buchmesse hatte ihre Standpreise deutlich angehoben, nachdem die Kosten für Messegelände und Dienstleistungen in den vergangenen zehn Jahren um mehr als 120 Prozent gestiegen waren. Im gleichen Zeitraum waren die Preise für Standmieten im Durchschnitt nur um 2,1 Prozent erhöht worden. Im Jahr 2002 hatte die Frankfurter Buchmesse ihren Ausstellern gar keine Preiserhöhung abverlangt.
„Die extrem gestiegenen Kosten waren der Grund für unsere Überlegung, die Buchmesse möglicherweise an einen anderen Standort zu verlagern“, sagte Volker Neumann. Sollten die Verhandlungen zu einem positiven Ergebnis führen, werde ein Teil der Einsparungen in Form von Vergütungen an die Aussteller ausgezahlt, hieß es.
Einhellig begrüßt wurde vom AKV die erstmals geschaffene Möglichkeit zum Buchverkauf am Messemontag sowie während Veranstaltungen in den neuen Veranstaltungsforen. „Dies ist seit vielen Jahren ein wesentliches Anliegen der kleineren Aussteller gewesen“, sagte Thomas Bleicher. Ebenso positiv wertete er die Verlängerung der Öffnungszeit am Buchmesse-Freitag, wo von 16:00 bis 22:00 Uhr erstmals das allgemeine Publikum Zutritt hat zu einer Büchernacht auf der Buchmesse.

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