Zwei erste Stimmen auf unsere Meldung von eben:
Richard Bhend schreibt: „Die Headline „Keiner hat verdient, aber toller Imagegewinn“ ist doch hoffentlich ironisch gemeint ?
Wenn nicht – ist unsere Branche so blöd, dass wenn einmal ein Produkt richtig schön „gebrandet“ ist, die Händler sich
gegenseitig hochschaukeln im Wettbewerb „Wer verdient am
Wenigsten“
Ich meine auch das Beispiel der Musikbranche – die liegt
definitiv am Boden. Wollen wir dahin ?
Auch bei 34 Grad im Schatten sollte man noch einen kühlen
Kopf haben.
Richard Bhend
Und Dietmar Knill mailt:
„Hallo,
schön, dass Potter weiterhin so beliebt ist! Das lässt für die deutsche Übersetzung hoffen. Nur wundere ich mich schon, dass die Buchhandelskollegen mit solch einer Begeisterung Bücher verkaufen, bei denen sie unterm Strich nichts mehr verdienen.
Da reduziert man sich doch eigentlich zur reinen Servicestelle für Bloomsbury, und das auch noch zum Nulltarif.
Ein bisschen schizophren ist unsere Branche ja schon: Regelmäßig schäumt der gesamte deutschen Buchhandel, wenn ein Verlag es wagt, seine Konditionen auch nur in Nuancen anzupassen. Handelt es sich aber um Harry Potter, scheint ein ganz besonders mächtiger Vergessens- und Kalkulations-Unfähigkeitszauber zu wirken: Plötzlich ist Rendite völlig zweitrangig und alles nur noch Marketing. Ist das wirklich kreative Werbung für das Buch? „Toller Imagegewinn für das Buch“, wenn wir uns gegenseitig als Billigheimer das Geschäft kaputt machen?
Wenn noch einer einen Beweis für die Wichtigkeit der Buchpreisbindung benötigte: Hier hat er ihn.“







