Heute vormittag vermeldeten wir die beginnende Affäre um Ted Honderichs bei Suhrkamp erschienenes Buch „Nach dem Terror“: Prof. Micha Brumlik warf dem Autor Antisemitismus vor, der Verlag verwahrte sich dagegen. [mehr…]
Jetzt kommen neue Töne aus der Frankfurter Lindenstraße: „In der edition suhrkamp ist im Juli 2003 Nach dem Terror von Ted Honderich erschienen. In seinem Traktat setzt sich der Autor mit den Folgen der ungleichen Verteilung irdischer Güter für eine Welt auseinander, die in Gewalt und Terror zu versinken droht und in der dagegen mit Gewalt und Terror vorgegangen wird. Die Konsequenz sieht der Autor in den Ereignissen vom 11. September 2001. In seinem Buch formuliert Ted Honderich auch seine Sicht auf den israelisch-arabischen Konflikt.
Wir bedauern, dass dem Verlag die Haltung des Autors zum palästinensischen Terrorismus nicht rechtzeitig deutlich wurde.
Im Internet radikalisiert der Autor seine Position. Das, was im Buch noch Zitat ist, macht er sich dort zu eigen: The Palestinians are right to look back to Fascist Germany and say they are the Jews of the Jews.
Ted Honderich hat die Ebene, auf der die Erörterung manifester und kontrovers diskutierter Konflikte möglich und notwendig ist, verlassen.
Der Suhrkamp Verlag wird Ted Honderichs Buch nicht wieder auflegen. Die erste Auflage ist vergriffen. Die Rechte werden zurückgegeben.“
Suhrkamp Verlag
Presseabteilung