Das Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg meldet für den Oktober 2003 folgende Termine:
Verlängert bis 19.10.2003:
Eugen Oker. Autor, Spielekritiker, Zeichner, Sammler, Verleger
Sonderausstellung
Der Autor, Spielekritiker, Zeichner, Sammler und Kleinverleger Eugen Oker wurde 1919 im oberpfälzischen Schwandorf geboren und lebt heute in München. Eugen Okers unterschiedliche Arbeitsbereiche haben eines gemeinsam: die Lust am Spielerischen, Hintersinnigen und am Augenzwinkernden, aber auch der Blick fürs Detail stecken hinter allen Facetten seines Lebenswerks, das die Ausstellung würdigt. Zu sehen sind Manuskripte und Bücher, Zeichnungen und Collagen und aus Okers zahlreichen Sammlungen Spiele, Papierarchitektur, Stereophotographien, sowie eine Kollektion von „Obstbiggerln“. Hörbeispiele seiner Dialektgedichte und Filmbeiträge Okers zum Thema Spiel gehören ebenfalls zur Werkschau. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Büro Wilhelm, Kommunikation und Gestaltung, Amberg.
Mo – Do: 9.00 – 12.00 und 13.00 – 16.00, Fr. 9.00 – 13.00
Sonderöffnungen: 3.10., 19.10. 2003 14.00 – 17.00
Donnerstag, 16.10.2003 um 20.00 Uhr
Die Brüder Karamasow
Die Übersetzerin Swetlana Geier liest Dostojewskij
„Die Brüder Karamasow“, Fjodor Dostojewskijs letzter Roman, ist eine ausnehmend packende Familiengeschichte im Rußland des 19. Jahrhunderts. Die drei Brüder Karamasow verachten ihren Vater, einen alten lüsternen Trunkenbold, so sehr, dass sie dessen Tod herbeiwünschen. Als er dann wirklich tot aufgefunden wird, gerät der älteste Bruder unter Mordverdacht und wird zu Zwangsarbeit in Sibirien verurteilt, obwohl alle wissen, dass ein anderer den alten Vater ermordet hat.
Swetlana Geier, geboren 1923 in Kiew, hat mit den „Brüdern Karamasow“ für den Ammann Verlag bereits den fünften Dostojewskij-Roman neu übersetzt. Es ist ihr Verdienst, „erkannt zu haben, dass Dostojewskij ein ‚akustischer Autor’ ist, der seine Romane höchst modern als Stimmentheater entwirft.“ Neben ihrer Tätigkeit als Professorin hat sie seit 1957 Meisterwerke der russischen Literatur ins Deutsche übertragen.
Eintritt 6 €, ermäßigt 4 €.
Am Freitag, 3.10. , und am Sonntag, 19.10. von 14.00 – 17.00 ist das Literaturarchiv für Ausstellungsbesucher geöffnet. Neben der Sonderausstellung zu Eugen Oker ist die Dauerausstellung zur Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur zu besichtigen.