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Dressler-Verlegerin Silke Weitendorf zur Frage, warum manche Titel auf der Bestsellerliste landen und manche nicht

Zu unserer Meldung Tintenherz trotz 150.000 Startauflage nicht für SPIEGEL-Liste nominiert [mehr…] erreicht uns eine Mail ihrer Verlegerin Silke Weitendorf:

„Sie haben vollkommen Recht mit Ihrer online-Meldung: Welcher Zauber spielt da eine Rolle, dass manche Bestseller auf der SPIEGEL Bestseller-Liste landen und andere nicht, fragt so mancher in unserer Branche, der Einblick in Zahlen hat. Bei „Tintenherz“ von Cornelia Funke wäre es nicht das erste Mal, dass wir diese Erfahrung machen. Von Cornelia Funkes internationalem Bestseller „Herr der Diebe“, der in den USA zwanzig Wochen auf der New York Times Bestseller-Liste stand, haben wir in Deutschland zwei Ausgaben herausgebracht, eine für Kinder bei Dressler und eine für Erwachsene bei Atrium, und haben davon weit über 200.000 Exemplare verkauft – aber die SPIEGEL-Bestseller-Liste hat das ignoriert (Dieses übrigens, obwohl der SPIEGEL selbst über den internationalen Erfolg berichtet hat). Ein weiteres Beispiel aus dem Oetinger Verlag: Anläßlich des Todes von Astrid Lindgren haben wir ein Büchlein für Erwachsene herausgebracht, „Steine auf dem Küchenbord“. Wir haben zwar 100.000 Exemplare innerhalb eines Jahres verkauft – aber die SPIEGEL-Bestseller-Liste hat das ignoriert.

Und das sind nur zwei Beispiele aus unseren Verlagsprogrammen. Wenn es um reine Kinderbücher ginge, hätten wir sicher noch viele Titel zu bieten, die auf der Bestseller-Liste landen müßten: Innerhalb des ersten knappen Jahres nach Erscheinen haben wir Sven Nordqvists „Wie Findus zu Pettersson kam“ 450.000 mal und Paul Maars „Sams in Gefahr“ im ersten halben Jahr 250.000 mal verkauft.

Silke Weitendorf
Verlagsgruppe Oetinger “

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