
Seit 30 Jahren ist Lutz Görner erfolgreich als Rezitator unterwegs, der Verkauf seiner CDs liegt bei jährlich rund 100 000 Exemplaren – nun widmet sich der Künstler einem besonderen Projekt: „Vor einiger Zeit habe ich für mich selbst Heinz Kahlau entdeckt. Er ist der auflagenstärkste deutsche Lyriker der Nachkriegszeit. Seine Bücher haben sich besser verkauft, als die von Enzensberger, Rühmkorf, Fried und Jandl zusammen.“ Trotz dieser Resonanz ist der kritische DDR-Bürger Kahlau im Westen bis heute kaum bekannt.
Diese Lücke will Görner schließen und geht ab Herbst mit einem Kahlau-Programm zunächst im Osten auf Buchhandelstournee. Für Februar, März und April 2004 sind Veranstaltungen auch in den alten Bundesländern geplant. „Ich möchte dieser westlichen Unwissenheit entgegentreten und für Heinz Kahlau die Posaune sein“, sagt Görner.
Neben dieser Motivation, den Dichter neu ins Bewusstsein der Leser zu heben, freut sich Görner über die Möglichkeit wieder in kleinerem Rahmen auftreten und seinen Kontakt zu den Buchhändlern auffrischen zu können. „Dafür verzichte ich auf meine übliche Gage und fungiere selbst als Veranstalter. Ich erhalte nur die Einnahmen aus den verkauften Eintrittskarten, sodass den Sortimentern keine weiteren Kosten entstehen“, sagt Görner. Der Preis soll bei 12 Euro liegen, je Veranstaltung rechnet er mit 80 bis 150 Gästen.
Das Programm Lutz Görner spricht Heinz Kahlau: Ich hab meinem Lied oft genug auf den Hals treten müssen ist als einstündige Fassung des Buches Heinz Kahlau. Die schönsten Gedichte (Aufbau) und der 3er-CD-Box Heinz Kahlau. 120 Gedichte aus 50 Jahren und ein Interview (Naxos) konzipiert.
Kontakt für Buchhandlungen, die eine Veranstaltung einplanen möchten:
Lutz Görner c/o Karin Kulmer Medienagentur, Steubenstr. 35, 99423 Weimar, Tel.: 03643/905292, Fax: 905293, E-Mail: lutzgoerner@t-online.de, Website: http://www.rezitator.de