Das Online Fachmagazin für Werbung und PR more brains untersuchte aus Anlass der Frankfurter Buchmesse die Webseiten 13 bekannter deutscher Buchverlage.
Bewertet wurden Kriterien wie Aktualität, Inhalte, Navigation aber auch die
gebotene Servicequalität und Interaktionsmöglichkeiten für die Nutzer.
Dabei ergaben sich bei allen untersuchten Kriterien zum Teil eklatante Schwächen.
Fazit der Studie: Deutschlands Verlage präsentieren ihre Inhalte mangelhaft, scheuen den Kontakt zu ihren Lesern und bieten nahezu keinen Mehrwert.
Der einzige Prüfpunkt, bei dem die Verlage gut abschnitten war die Aktualität des Angebotes.
Hinweise auf neue Bücher, Lesetermine oder Medienberichte finden sich in allen untersuchten Internetauftritten.
Allerdings bleiben die Service-Angebote weit hinter den Möglichkeiten des Mediums zurück.
Beispiel: Newsletter. Fünf von 13 Verlagen bieten ihren
Lesern erst gar nicht die Möglichkeit dieser ständigen Information. Die anderen acht genügen, was die Registrierung für ein solches Angebot angeht, nicht den üblichen Standards.
Unpersönlich agieren die Verlage bei der Kontaktaufnahme via
E-Mail. So werden Ansprechpartner für den E-Mail-Kontakt nicht benannt, in einigen Fällen schrecken umständliche Formulare von der Kontaktaufnahme mit dem Verlag ab.
Die Navigation durch die Webseiten zeigte eklatante Mängel, die
Mehrzahl der Verlage erreichte im Test nicht einmal 50% der möglichen Punkte, ein Kennzeichen dafür, dass die Seiten wenig nutzerfreundlich sind.
Sieger im Ranking wurde mit deutlichem Abstand der Reclam Verlag, der als
einziger der untersuchten Buchverlage in der Navigationsqualität 90 von 120 möglichen Punkten erreichte und auch in allen anderen Prüfkriterien gut abschnitt.
Platz 2 erreichte der Diogenes Verlag, der vor allem bei den
Interaktionsmöglichkeiten und Inhalten punkten konnte. Platz 3 teilten sich Eichborn und dtv.
Das eindeutige Schlusslicht bildete das Webangebot des
Heyne Verlages, der gleich bei zwei Indizes, nämlich beim Design und den Inhalten, keinerlei Punkte erzielte.
Der Test, der nach einem standardisierten Messverfahren erfolgte, sollte vor allem die Gebrauchstauglichkeit der Webseiten beurteilen.
Untersucht wurden die Webseiten der Verlage Diogenes, Droemer Knaur, dtv, DVA, Eichborn,
Fischer, Hanser, Heyne, Piper, Random House, Reclam, Rowohlt und Suhrkamp.
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Die Studie kann gegen eine Schutzgebühr von 150,- Euro angefordert werden unter verlagsstudie@morebrains.de