Hier schenkt ein Rheingauer den Frankfurtern reinen Wein ein: geschenkt. Patrick Kunkel vom ak-verlag („Karl“) in Eltville-Martinsthal meint, dass die Messeleitung eine Chance vertan habe, etwas für den Deutschen Wein zu tun. Hier sein
OFFENER BRIEF:
Kann italienischer Wein den deutschen Buchmarkt retten ?
Einige Gedanken zur diesjährigen Frankfurter Buchmesse…
Über die Medien erging die frohe Kunde, dass die Besucherzahlen der Buchmesse in diesem Jahr wieder gestiegen seien.
Wir meinen, dass man die Hallen am Mittwoch und Donnerstag noch mehr hätte füllen können, wenn die Eintrittspreise für Fachbesucher mit 30 EUR für eine Tageskarte nicht so überteuert gewesen wären.
Warum man in „schwieriger Zeit“, und in einer solchen Zeit befindet sich der Buchmarkt derzeit, nicht versucht, die Messe zu beleben und für (Fach-)Besucher attraktiver, also auch günstiger, zu machen, können wir nicht verstehen.
Das Verlegen von roten Teppichen im Freien oder der Auftritt einer vielköpfigen Musikband am Fachbesucher-Mittwochmorgen gegen 10.30 Uhr vor drei Zuschauern sorgen sicherlich nicht für steigende Besucherzahlen, vielmehr für steigende Kosten, die dann doch von uns Ausstellern bezahlt werden müssen.
Was uns aber als Verlag, der eine Comic-Reihe und Bücher veröffentlicht, die sich mit der deutschen Weingeschichte und Weinkultur beschäftigen, richtig geärgert hat, ist, dass man von Seiten der Messeleitung jedem der über 6000 Aussteller als Willkommensgruß eine Flasche Wein überreicht hat.
Die Idee selbst ist natürlich gut, doch daß man hier auf einen italienischen Wein aus dem Trentino zurückgegriffen hat, ist einfach unglaublich.
Die Stadt Frankfurt als „Austragungsort“ der Buchmesse liegt zwischen sechs deutschen Weinanbaugebieten (Franken, Hess.Bergstraße, Rheingau, Nahe, Rheinhessen, Pfalz) und hat sogar ein stadteigenes Weingut. Auch diese Weinaktion haben wir als Aussteller indirekt mitfinanziert.
Hier hat man die Chance verspielt, bei einem internationalen Publikum für die Qualität des deutschen Weines zu werben.
Falls es Ihnen an den notwendigen Kontakten zu den Vertretern der Deutschen Weinbranche (Deutsches Weininstitut, Verband Deutscher Prädikatsweinguter, Deutscher Weinbauverband o.a.) fehlt, bieten wir uns gerne als Vermittler an.
Mit freundlichen Grüßen,
Patrick Kunkel
(apitz & kunkel, ak-verlag GmbH – 65344 Eltville-Martinsthal, presse@apitz-kunkel.de
Anmerkung der BuchMarkt-Redaktion in Anspielung auf Kunkels Formulierung: Der Wein, um den es geht, ist auch unser Lieblingswein und wird von uns seit einigen Jahren immer im Rahmen unserer Weihnachedition angeboten: Das neue Angebot kommt im November-Heft und kann vielleicht nicht den Buchmarkt, aber den BuchMarkt retten – wenn Sie wieder so reichlich ordern wie bisher (gibts nirgends trotz Sammlerettikett so günstig, und wenn Sie viel ordern, haben Sie glatt den Abopreis fürs Jahr verdient. Also, Heft 11 abwarten oder jetzt schon (vor)bestellen an wein@buchmarkt.de. Und ansonsten – so Unrecht hat Herr Kunkel natürlich nicht….
Und jetzt kommt noch eine Anmerkung meines Freundes Josef Schaaf, (Network) in München, der den Messeauftritt in diesem Jahr begleitet hat und durch den uch ich nur diesen schönen Wein von LETRARI kenne: „Die Deutschen Winzer waren natürlich nicht in der Lage, mir innerhalb 24 Std. ein Probepäckchen zu schicken, geschweige die ausreichende Menge innerhalb von zwei Tagen u garantieren – wir hatten ja auch noch am Freitag vor der Messe den Feiertag und es war von Volker Neumann eine
Idee in der letzten Minute….dafür kennen jetzt alle
den BuchMarktWein!! …das war mein größtes Anliegen!“ Also: Im nächsten jahr wird alles gut….